Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Haus in Gaza sind am Sonntag nach palästinensischen Angaben zehn Zivilisten getötet worden. Ein Sprecher des Hamas-Gesundheitsministeriums teilte mit, unter den Toten seien fünf Kinder und zwei Frauen. Zehn Menschen seien verletzt worden.
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Haus in Gaza sind am Sonntag nach palästinensischen Angaben zehn Zivilisten getötet worden. Ein Sprecher des Hamas-Gesundheitsministeriums teilte mit, unter den Toten seien fünf Kinder und zwei Frauen. Zehn weitere Menschen seien verletzt worden. Das vierstöckige Gebäude sei nach dem Luftangriff eingestürzt.
Eine israelische Armeesprecherin sagte, man prüfe den Bericht. Die Luftwaffe habe Ziele im nördlichen Gazastreifen angegriffen, könne sie nur allgemein sagen. Nach palästinensischen Angaben kamen am Sonntag bei zwei weiteren Zwischenfällen drei militante Palästinenser bei Luftangriffen auf ihre Fahrzeuge im Gazastreifen ums Leben.
Rakete auf Tel Aviv wurde abgefangen
Schon zwei Mal feuerten militante Palästinenser Raketen auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv - die Geschoße wurden aber am Himmel von der gerade erst installierten Raketenabwehr abgefangen. In Ashkelon, Beersheva und Sderot wurden mehrere Gebäude direkt von Raketen getroffen. Ein Feuerwehrmann erlitt schwere Kopfverletzungen. Die Zahl der Toten stieg damit auf der palästinensischen Seite seit Beginn der Militäroperation "Säule der Verteidigung" am Mittwoch auf 65.
Etwa die Hälfte der Toten seien Zivilisten - Kinder, Frauen und ältere Männer, teilte das Hamas-Gesundheitsministerium mit. Auch ein Großteil der etwa 550 Verletzten seien Zivilisten. Der militärische Arm der im Gazastreifen herrschenden Hamas erklärte am Sonntag, seit Beginn des Schlagabtauschs habe die Organisation mehr als 900 Raketen auf Israel abgefeuert. Auf der israelischen Seite kamen bislang drei Menschen ums Leben.
Anonymous griff israelische Seiten an
Die Hackergruppe Anonymous griff nach eigenen Angaben aus Protest gegen die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen israelische Internetseiten an. Wie die Hacker am Samstag mitteilten, waren von der Attacke mehr als 650 private oder öffentliche Einrichtungen betroffen, darunter die Bank of Jerusalem, eines der größten Finanzhäuser des Landes, sowie auch kurzzeitig die Homepage des israelischen Außenministeriums.
Die Weltgesundheitsorganisation forderte unterdessen umgerechnet 7,8 Millionen Euro für die Versorgung der Bevölkerung im Gazastreifen mit Medikamenten. Durch die jahrelange Blockade der Hamas-Enklave sei die medizinische Infrastruktur der verschärften Situation rund um die Angriffe nicht gewachsen, so die UNO-Organisation. Die Ausstattung sei schlecht, medizinische Einwegartikel und Arzneimittel seien knapp.