Spionage-Hysterie

Israelische Vorwahl sorgt für Mossad-Panik im Hotel

Zwei Palästinenser wurden im Libanon festgenommen, weil ihre Handynummern mit +972 begannen. Ein Uber-Fahrer meldete sie.
26.10.2026, 14:15
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Im Libanon brach Panik aus, als zwei vermeintliche Mossad-Spione in einem Hotel in Beirut verhaftet wurden. Die Wahrheit ist allerdings weit weniger dramatisch: Es handelte sich um zwei Palästinenser aus Ramallah.

Die beiden Männer hatten ein Zimmer im Lancaster Eden Bay Hotel gebucht und dabei israelische Telefonnummern angegeben. Ein Uber-Fahrer und das Hotelpersonal schlugen daraufhin Alarm und verständigten die Behörden.

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Die Gerüchte über gefangene Mossad-Agenten seien "Fake News", heißt es in der Jerusalem Post unter Berufung auf libanesische Regierungsquellen. Premierminister Nawaf Salam verurteilte die Situation als "moralischen Bankrott" und betonte, dass beide Männer legal eingereist waren.

Angst seit Pager-Anschlag

Die Palästinenser verwendeten die israelische Landesvorwahl +972, weil diese auch in den besetzten Gebieten gilt. Nach Untersuchungen der Sicherheitsbehörden stellte sich heraus, dass beide schon mehrfach den Libanon besucht hatten.

Die Hysterie rund um israelische Spione ist im Libanon seit dem Pager-Anschlag im September 2024 gewachsen. Damals explodierten Tausende manipulierte Pager und verletzten oder töteten zahlreiche Hisbollah-Mitglieder.

red, 26.10.2026, 14:15
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