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Israelischer Luftangriff forderte bereits 107 Tote

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:18

Die israelische Luftwaffe hat nach palästinensischen Angaben am Montag ein Hochhaus in Gaza angegriffen, in dem mehrere Medien ihre Büros haben. Auch am Dienstag mussten die Menschen zittern, denn der Raketenbeschuss hielt an. Währenddessen verlegte die USA drei Kriegsschiffe um notfalls US-Bürger aus dem Krisengebiet in Sicherheit bringen zu können. Die UNO sucht nach Konfliktlösungen.

Die israelische Luftwaffe hat nach palästinensischen Angaben am Montag ein Hochhaus in Gaza angegriffen, in dem mehrere Medien ihre Büros haben. Auch Dienstagfrüh mussten die Menschen zittern, denn der Raketenbeschuss hielt auf beiden Seiten an. Währenddessen verlegte die USA drei Kriegsschiffe um notfalls US-Bürger aus dem Krisengebiet in Sicherheit bringen zu können. Die UNO sucht nach Konfliktlösungen.



+++ 5.000 Österreicher mitten im Kriesengebiet +++


Das 14-stöckige Gebäude, in dem der Hamas-nahe Sender Al-Aqsa-TV sowie Al-Arabiya und der libanesische Sender MBC Büros hätten, sei mit Raketen angegriffen worden. Eine israelische Armeesprecherin sagte, man prüfe den Bericht.

Laut Augenzeugen wurde bei dem Anschlag eine Person getötet, mehrere verletzt. Bei dem Getöteten soll es sich um einen lokalen Ladenbesitzer gehandelt haben.

Am Sonntag waren bei einem Luftangriff in Gaza laut Palästinensern Blutvergießen auf Hochtouren

Die palästinensische Nachrichtenagentur "Maan" meldete in der Nacht zum Dienstag schwere Explosionen aus dem gesamten Gazastreifen. Israelische Medien berichteten von anhaltendem Raketenbeschuss. Die diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe und die Beendigung des Blutvergießen laufen unterdessen weiter auf Hochtouren.

Israelische Kampfflugzeuge griffen in der Nacht zum Dienstag unter anderem das Gebäude einer Bank in Gaza-Stadt an, über die die in dem Palästinensergebiet herrschende radikalislamische Hamas ihre Gehaltszahlungen abwickelt. Mehrere Verletzte seien anschließend in Krankenhäuser gebracht worden. Auch ein Regierungsgebäude und das Haus eines Milizenführers seien angegriffen worden. Angriffe wurden auch aus Khan Younis im Süden des Gazastreifens gemeldet. Die israelische Armee habe die Bewohner Gazas davor gewarnt, ihre Häuser zu verlassen.

Bereits 107 Tote

Seit Beginn des blutigen Schlagabtauschs am vergangenen Mittwoch wurden laut Hamas-Gesundheitsministerium mindestens 107 Palästinenser getötet. Mehr als 800 weitere seien verletzt worden. Etwa die Hälfte der Getöten seien Zivilisten, unter den Verletzten 200 Kinder. Auch drei Israelis starben.

Militante Palästinenser haben Dienstagfrüh auf die Ereignisse der Nacht reagiert und mindestens 25 Raketen auf den Süden Israels abgeschossen. 16 der Geschoße seien auf die Stadt Beerscheva gerichtet gewesen, teilte der Sprecher der israelischen Polizei mit. Drei seien in der Stadt eingeschlagen und hätten unter anderem ein Haus beschädigt.

Amerika sorgt vor

Die USA verlegten drei Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer, um notfalls US-Bürger aus dem Krisengebiet in Sicherheit bringen zu können. Es handle sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, berichtete der US-Sender CNN.

US-Präsident Barack Obama sprach am Montag am Telefon erneut mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi sowie mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu über die Eskalation der Gewalt. Dabei habe er betont, dass der Raketenbeschuss Israels beendet werden müsse, teilte das Weiße Haus mit.

Die Welt sucht Lösungen

Zuvor war UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kairo eingetroffen, wo die Konfliktparteien unter ägyptischer Vermittlung über die Bedingungen für eine Einstellung der gegenseitigen Angriffe verhandeln. Nach einem Treffen mit Ban zeigte sich der ägyptische Außenminister Mohamed Amr zuversichtlich, in den "kommenden Tagen" Resultate vorweisen zu können.

Netanyahu versammelte am Montagabend seine engsten Minister um sich, um über den Fortgang der Militäroperation im Gazastreifen und eine mögliche Bodenoffensive zu beraten. Nach Angaben des israelischen Rundfunks sind bereits etwa 40.000 Reservisten einberufen worden.

In New York kam der UNO-Sicherheitsrat erneut zu kurzfristig einberufenen Beratungen über die Lage im Nahen Osten zusammen.

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