Nach der Einigung zwischen den USA und Teheran auf eine Waffenruhe hat Israels Außenminister Gideon Saar große Zweifel, dass diese auch hält. Es sei "noch nichts vorbei", sagte Saar am Mittwoch in einem Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Sender Channel 11. Zwischen Washington und Teheran gebe es weiterhin große Unterschiede. "Ich sehe nicht, wie es möglich sein soll, die Positionen der USA und des Iran anzunähern."
Nach mehr als fünf Wochen Krieg haben sich die USA und der Iran am Dienstag auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. US-Präsident Donald Trump verkündete die Einigung in der Nacht auf Mittwoch. Die israelische Regierung sagt, sie unterstützt die Feuerpause, aber sie gelte – anders als vom Vermittler Pakistan angekündigt – nicht für den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon. Trump bestätigte das später.
Der Vermittler Pakistan hatte ursprünglich erklärt, die Waffenruhe gelte für den ganzen Nahen Osten, auch für den Libanon. Im Gegenzug erklärte sich der Iran bereit, die Straße von Hormus zumindest für zwei Wochen wieder zu öffnen. Trotzdem warfen sich mehrere Konfliktparteien auch nach der Einigung gegenseitig Verstöße vor.