Nun wehrt sie sich

"Ist das seine Mutter?" – Hass gegen Wadsaks Ehefrau

Nach ihrer Hochzeit wollten Marcus Wadsak und seine Ehefrau Therese ihr Glück teilen. Doch im Netz folgten auf die Freude auch bitterböse Kommentare.
Digital  Heute
19.06.2026, 21:13
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Eigentlich hätte es ein Moment des Glücks sein sollen. Mit romantischen Fotos von ihrer Hochzeit teilten ORF-Wettermoderator Marcus Wadsak und seine Ehefrau Therese Frank ihr persönliches Ja-Wort mit der Öffentlichkeit. Doch statt ausschließlich Glückwünsche zu erhalten, musste sich die frisch verheiratete Frau mit verletzenden Kommentaren in sozialen Netzwerken auseinandersetzen. Hass im Netz!

Marcus Wadsak machte seine Hochzeit am Freitag auf Instagram öffentlich. Zu Bildern des frisch vermählten Paares schrieb der 55-Jährige kurz und knapp: "Und sie hat JA gesagt". Die Trauung fand im Wiener Riesenrad statt. Das Paar gab sich im kleinen Rahmen das Jawort und zeigte sich auf den veröffentlichten Fotos in abgestimmten hellblauen Outfits. Viele Nutzer gratulierten dem Brautpaar und freuten sich mit den Frischvermählten.

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Doch zwischen den zahlreichen positiven Reaktionen fanden sich auch Kommentare, die für Kopfschütteln sorgten, berichtet am Freitag die "Kleine Zeitung". Vor allem Therese wurde dabei zur Zielscheibe persönlicher Angriffe. Statt sich über die Hochzeit zu freuen, machten sich einige Nutzer über ihr Aussehen lustig. Wie Therese später selbst öffentlich machte, tauchten unter dem Posting Aussagen wie "Ist das seine Mutter?" oder "Wenigstens die Haare hätte sie sich färben können" auf. Sogar mit Großmüttern wurde die Braut verglichen.

"Immer gleiche, misogyne Vorurteile"

Die Bemerkungen richteten sich insbesondere gegen ihre grauen Haare. Für die Rechtsanwältin waren diese Kommentare Anlass genug, um selbst Stellung zu beziehen. Sie machte deutlich, wie sehr sie die Reaktionen irritierten. Aus ihrer Sicht zeigen die Kommentare ein Problem, das viele Frauen auch heute noch erleben.

Während Männer oft deutlich seltener nach ihrem Aussehen bewertet würden, stünden Frauen nach wie vor häufig unter besonderer Beobachtung. Alter, Haarfarbe oder äußere Merkmale würden immer wieder zum Gegenstand öffentlicher Diskussionen gemacht. Die Betroffene ruft nun dazu auf, aufzuhören, "Frauen und deren Aussehen immer mit den gleichen misogynen Vorurteilen zu bewerten".

Mit ihrem eigenen Posting sprach Therese ein Thema an, das viele Menschen beschäftigt: Hass und Abwertung in sozialen Netzwerken. Gerade persönliche Angriffe auf das Aussehen seien für Betroffene oft besonders verletzend. Dass selbst ein freudiges Ereignis wie eine Hochzeit Anlass für Spott und Häme werden kann, sorgt immer wieder für Diskussionen über den Umgangston im Internet.

Viel Zuspruch für die frisch verheiratete Frau

Die Reaktion auf ihre Wortmeldung fiel überwiegend positiv aus. Zahlreiche Nutzer stellten sich hinter die frisch verheiratete Frau und verurteilten die beleidigenden Aussagen. Viele betonten, dass an einem solchen Tag nicht Alter, Haarfarbe oder Äußerlichkeiten im Mittelpunkt stehen sollten, sondern die Freude zweier Menschen über ihre gemeinsame Zukunft.

Für Marcus Wadsak und seine Ehefrau dürfte damit aus einem eigentlich privaten Glücksmoment auch eine öffentliche Debatte über Respekt und Anstand im Netz geworden sein. Die Unterstützung vieler Nutzer zeigt jedoch, dass beleidigende Kommentare längst nicht unwidersprochen bleiben. Statt über das Aussehen der Braut zu urteilen, richteten viele den Fokus wieder auf das Wesentliche: die Hochzeit und das persönliche Glück des Paares.

{title && {title} } red, {title && {title} } 19.06.2026, 21:13
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