Welt

Istanbul-Attentäter soll in Syrien für IS gekämpft h...

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:01

Der Attentäter, der kurz nach dem Jahreswechsel in einem Istanbuler Nachtclub 39 Menschen getötet hat, soll ein erfahrener Kämpfer gewesen sein. Das haben türkische Sicherheitsexperten aus der Analyse seines Vorgehens in der Tatnacht geschlossen. Der Verdächtige, dessen Identität noch nicht geklärt ist, ist noch immer auf der Flucht. Am Dienstag wurden weitere mutmaßliche Komplizen festgenommen.

Der Attentäter, der kurz nach dem Jahreswechsel hat, soll ein erfahrener Kämpfer gewesen sein. Das haben türkische Sicherheitsexperten aus der Analyse seines Vorgehens in der Tatnacht geschlossen. Der Verdächtige, dessen Identität noch nicht geklärt ist, ist noch immer auf der Flucht. Am Dienstag wurden weitere mutmaßliche Komplizen festgenommen.

Am Vorgehen des Attentäters sei erkennbar, dass er bereits zuvor Erfahrungen mit realen Kampfsituationen gemacht habe, sagte der türkische Antiterror-Experte Abdullah Agar der Zeitung "Hürriyet". "Er zögerte keinen Moment, auf unschuldige Menschen zu schießen. Er ist ein absoluter Killer und hat wahrscheinlich schon vorher Menschen erschossen", so der Experte.

Weitere Verdächtige festgenommen

Obwohl am Montag erstmals hochauflösende Fotos sowie ein Selfie-Video des mutmaßlichen Attentäters veröffentlicht wurde, ist dieser weiterhin auf der Flucht. Am Dienstag wurden am Internationalen Atatürk-Flughafen in Istanbul zwei weitere Verdächtige festgenommen. Über ihre Identitäten ist noch nichts Näheres bekannt, es soll sich jedoch nicht um türkische Staatsbürger handeln. Am Dienstag waren bereits zuvor bereits sechs weitere Verdächtige festgenommen worden.

Uigure, Kasache oder Kirgise?

Auch die Identität des Attentäters ist noch nicht restlos geklärt. Verschiedene türkische Medien wollen Hinweise auf seine Herkunft haben. In manchen Zeitungen ist zu lesen, dass es sich um einen 25-jährigen chinesischen Staatsbürger aus der muslimischen Minderheit der Uiguren handeln soll. Andere Medienberichte sprechen davon, dass er Kirgise oder Kasache sei.

Frau des Attentäters in Haft

Als gesichert dürfte inzwischen gelten, dass er zunächst für in Syrien kämpfte und bereits einige Zeit vor dem Anschlag in die Türkei übersiedelte. Auch seine Frau habe er aus Syrien mit in die Türkei gebracht. Sie befindet sich unter den Verdächtigen, die die türkischen Behörden kurz nach dem blutigen Anschlag festnahm. Sie gab an, nichts von den mörderischen Absichten ihres Mannes gewusst zu haben.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen