Gegen 15 Uhr ereignete sich in einem Wasserkraftwerk im Suviana-Becken im Bologneser Apennin eine Explosion. Derzeit gibt es nach ersten Angaben mindestens vier Tote, die schwere Verbrennungen erlitten. Sechs weitere sind verletzt und mindestens sechs werden vermisst. Die Zahlen hierzu ändern sich laufend, da die Suchaktionen von Polizei und Feuerwehr immer noch in vollem Gange sind. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ansa sowie die italienische Zeitung "La Repubblica".
Drei Rettungshelikopter sind im Einsatz, es müssten stetig Personen aus der Anlage evakuiert werden. Carabinieri und rund 70 Feuerwehrleute sind vor Ort. Ersten Informationen zufolge ereignete sich die Explosion in einem Generator, der mit einer Turbine verbunden war. Das Wasserkraftwerk Bargi in der Gemeinde Camugnano gehört dem italienischen Energiekonzern Enel. Es wurde am Ufer des Suviana-Sees erbaut und ist das leistungsstärkste in der Emilia Romagna.
"Vier Schwerverletzte wurden abtransportiert, andere befinden sich noch dreißig Meter unter dem Seespiegel in der Anlage. Es handelt sich um Techniker der Firma Enel", berichtet der Bürgermeister von Camugnano Marco Masinara. Und weiter: Marco Masinara, Bürgermeister von Camugnano, sagte zu der Explosion: "Es scheint, dass im neunten Stock ein Feuer ausgebrochen ist. "Die Feuerwehr hat offenbar Probleme, in das Kraftwerk einzudringen."
"Um schneller voranzukommen, bräuchten wir kühlere Temperaturen und eine bessere Sicht. Wir kennen die Ursache für das Unglück immer noch nicht", so der Kommandant der bolognesischen Feuerwehr, Calogero Turturici. Der Suviana-Staudamm ist unterdessen nicht von dem Unfall betroffen. Nach Angaben der Rettungskräfte ereignete sich die Explosion in einem etwa zwei Kilometer entfernten Pump- und Turbinenkraftwerk. Daher liegen derzeit keine Schäden am Dammbauwerk vor.