Italien bestellt Frankreichs Botschafter ein

Macron warf der italienischen Regierung "Zynismus und Verantwortungslosigkeit" vor: Jetzt droht der Streit um die "Aquarius" zu eskalieren.
Weil sich Italien geweigert hatte, das französische NGO-Schiff "Aquarius" mit Hunderten Migranten an Bord aufzunehmen, hagelte es scharfe Kritik aus dem Nachbarland. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von "Zynismus und Verantwortungslosigkeit" der neuen italienischen Regierung aus der rechten Lega und der populistischen Fünf Sterne-Bewegung.

Jetzt erhält Frankreich offenbar die politische Retourkutsche für diese Aussagen. Innenminister Matteo Salvini warf Frankreich vor, selbst an der Grenze zu Italien mehr als 10.000 Migranten abgeschoben zu haben und Außenminister Enzo Moavero Milanesi zitierte den französischen Botschafter in Rom, Christian Masset, am Mittwoch zu einem Gespräch in sein Büro.

Während sich die beiden Nationen über die "Aquarius" in die Haare kriegen, schippert diese in das rund 1.500 Kilometer entfernte Valencia (Spanien). Begleitet werden die Seenotretter dabei von zwei Schiffen der italienischen Marine und Küstenwache, auf welche ein Großteil der 629 Migranten unterdessen Platz gefunden haben.

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(red)

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