Italien dementiert Pläne zu Visa für Flüchtlinge

Ein Flüchtlingsboot im Mittelmeer. Italien ist erbost darüber, dass die Umverteilung in der EU kaum vorangeht.
Ein Flüchtlingsboot im Mittelmeer. Italien ist erbost darüber, dass die Umverteilung in der EU kaum vorangeht.Bild: Reuters
Der italienische Außenminister dementierte Medienberichte, denen zufolge Rom temporäre Visa an Flüchtlinge verteilen wolle.

Die Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU geht nach wie vor nur äußerst schleppend voran. Temporäre Visa an Flüchtlinge zu verteilen, wie das zuletzt im Jahr 2011 die Regierung von Silvio Berlusconi getan hatte, stehe jedoch nicht auf der Tagesordnung, sagte der italienische Außenminister Angelino Alfano am Montag.

"Wir verfolgen eine globale Strategie, die zu einer europäischen Kooperation im Umgang mit der Flüchtlingskrise führen soll", betonte Alfano vor dem EU-Außenministertreffen in Brüssel. Auch dass Italien die Verlängerung der EU-Marinemission "Sophia" im Mittelmeer vor Libyen blockieren wolle, dementierte er.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini dementierte, dass es Probleme mit der Verlängerung der „Sophia"-Mission gebe. Die Verhandlungen zur Mandatsverlängerung seien in einer fortgeschrittenen Phase, sagte die Italienerin.

Thema bei Außenminister-Treffen

Beim Treffen der EU-Außenminister in Brüssel ist auch die Zusammenarbeit mit Libyen Thema. Das nordafrikanische Krisenland ist Hauptausgangspunkt für Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Italien kommen.

In den vergangenen Wochen verlangte die italienische Regierung wiederholt eine wirksamere Unterstützung durch die EU und forderte insbesondere, dass andere EU-Länder ihre Häfen für Flüchtlingsboote öffnen.

(hos)

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