Italien-Fan Schwab verrät, wie die Sensation gelingt

Stefan Schwab
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Wenn Österreich gegen Italien spielt, hat Stefan Schwab schon gewonnen. Der ÖFB-Legionär hat für beide Mannschaften ein Faible. "Heute" fragte nach.

In der Brust von Stefan Schwab schlagen zwei Herzen. Der Saloniki-Legionär, der den Sprung in den rot-weiß-roten EM-Kader verpasste, ist seit seiner Kindheit großer Italien-Liebhaber. Den heurigen Urlaub verbrachte er – wie so oft – in Italien. Seine Frau? Halb-Italienerin. Der Sohn bekam den klingen Namen Matteo Francesco. Und selbst hört er auf den Spitznamen "Schwabello".

"Davon träumt jeder Spieler"

"Ein Aus gegen Italien wäre für mich daher am ehesten zu verkraften", sagt der 30-Jährige vor Österreichs Achtelfinal-Kracher im "Heute"-Talk. "Österreich gegen Italien im Wembley-Stadion, besser geht es fast nicht. Davon träumt jeder Spieler. Nur unsere Fans werden abgehen."

Schwab hat alle Spiele beider Mannschaften intensiv verfolgt. Können Alaba und Co. die "Squardra Azzurra" ärgern? "Der Schlüssel wird sein, die Partie möglichst lange offen zu halten. Bei einem Rückstand wird es schwierig. Ich glaube, wir sollten nicht den Fehler machen, mitspielen zu wollen. Wir sollten die Italiener kommen lassen. Ich würde auf Konter und Umschaltspiel setzten. Ich bin aber selbst gespannt, wie es Teamchef Foda anlegt", sagt Schwab.

Seit 30 Matches ist Italien ungeschlagen. Eine Serie, die auch dem Ex-Rapidler imponiert. "Seit ich Fußball schaue, habe ich sie nie so beeindruckend gesehen. Coach Mancini hat die Mannschaft perfekt entwickelt."

Bei der EM sei es für Italien bisher "ideal gelaufen". Drei Siege, 7:0 Tore. Aber: "Die Frage ist, wie sie sich gegen ein richtiges Kaliber tun, das haben sie bislang noch nicht unter Beweis stellen müssen. Auch Österreich sehen sie von der Stärke eher wie einen Gruppengegner", sagt Schwab. Der vierfache Weltmeister traf in der Vorrunde auf Wales, die Schweiz und die Türkei.

Schwab, der seine letzten Urlaubstage in Wien genießt, wird die Partie daheim genießen. Am Sonntag geht es zurück nach Griechenland, am Montag steigt das erste PAOK-Training. "Ich freue mich sehr, dass es wieder los geht. Der Urlaub war richtig lang."

Der Frust, nicht bei der EM dabei zu sein, ist verflogen. "Es wäre ohnehin schwer gewesen, gegen meine Italiener zu spielen", grinst Schwab.

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