Italien-Ikone De Rossi: "Impfgegner machen Angst"

Daniele De Rossi
Daniele De Rossiimago images/Insidefoto
Daniele De Rossi laborierte selbst an einer Corona-Infektion. Der Ex-Italien-Cotrainer spricht über die Krankheit und seine Haltung zu Impfgegnern.

Der heute 38-Jährige lief 117 Mal für Italiens Nationalteam auf und holte als Technik-Trainer mit den "Azzurri" im Sommer den EM-Titel. Jetzt hat er seinen Posten zurückgelegt. Er berichtet über seine Corona-Infektion, den langen und harten Weg zur Genesung und über seine Haltung zu den Impf-Protesten in Österreichs Nachbarland.

"Ich habe mich in Bulgarien angesteckt. Ich war sofort mit hohem Fieber krank, aber ich habe es unterschätzt. Ich hatte gelesen, dass man in meinem Alter höchstens drei Tage Fieber haben darf", meint der frühere AS-Roma-Spieler. Bis zu seiner Genesung habe er drei Phasen durchlaufen müssen. Erst gab es großes Unwohlsein und Erschöpfung, dann die Phase der Angst im Spital von Spallanzani.

"Impfstoff die einzige Möglichkeit"

Dort wurde De Rossi an ein Beatmungsgerät angeschlossen, nachdem die Ärzte einen Abfall der Sauerstoff-Sättigung in seinem Blut festgestellt hatten. "Die dritte Phase war dann die des Wartens: Als die Symptome vorbei waren, blieb ich 18 Tage lang positiv, ohne ausgehen zu können", erzählt der frühere Profi-Sportler.

Nun ist er selbst geimpft und beobachtet besorgt die "No Vax"-Proteste in Italien, bei denen Impfgegner auf die Straße gehen. "Die Demonstrationen auf den Straßen von denen, die von Verschwörungen sprechen und Covid leugnen, halte ich für reinen Wahnsinn. Es macht mir Angst, Menschen um mich zu haben, die so denken", meint De Rossi. Für ihn sei klar, dass "der Impfstoff die einzige Möglichkeit ist, zu einem normalen Leben zurückzukehren."

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