Italien prüft Disco-Zutritt für Getestete und Geimpfte

Am 5. Juni soll ein Experiment in der süditalienischen Hafenstadt Gallipoli starten, wo 2.000 Menschen unter freiem Himmel in der Disco "Praja" feiern dürfen.
Am 5. Juni soll ein Experiment in der süditalienischen Hafenstadt Gallipoli starten, wo 2.000 Menschen unter freiem Himmel in der Disco "Praja" feiern dürfen.istock/ Symbolbild
Der italienische Verband der Disco-Betreiber plant einen Party-Test mit 2.000 Menschen. Nur Geimpfte und Getestete dürfen teilnehmen.

Tanzen in der Disco soll in Italien trotz Corona wieder möglich werden: Der Verband der Disco-Betreiber startet zwei Versuche mit Großevents für Getestete und Geimpfte, um den Gesundheitsschutz bei den Veranstaltungen zu erproben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag.

Am 5. Juni soll ein Experiment in der süditalienischen Hafenstadt Gallipoli starten, wo 2.000 Menschen unter freiem Himmel in der Disco "Praja" feiern dürfen. Ein anderer Test sei in geschlossenen Räumen des Clubs "Fabric" in Mailand geplant. Dafür wurde kein Datum genannt.

Tanzpartys gehören zum Sommerleben dazu

Wie der Verband der Unterhaltungsbetriebe Silb-Fipe weiter erläuterte, haben in Gallipoli in Apulien nur Tanzwütige Zutritt, die einen frischen Corona-Test oder ihren Impfpass vorzeigen können. Drinnen seien keine Sicherheitsabstände vorgeschrieben, aber die Gäste müssten Schutzmasken tragen. Beim Verlassen des Clubs würden erneut Corona-Tests vorgenommen.

Verbandschef Maurizio Pasca verwies auf Erfahrungen in Spanien, Holland und Großbritannien. "Wir arbeiten an den Gesundheitsvorschriften für die Wiedereröffnung von covid-freien Discos", sagte er. Ausgelassene Tanzpartys, besonders in den Strandorten, gehören für junge Italiener zum Sommerleben dazu.

Italien befindet sich bei sinkenden Corona-Zahlen auf einem schrittweisen Lockerungskurs. Es wurde erwartet, dass die Außen-Discos Mitte Juni wieder öffnen dürfen. Bisher gilt allerdings im ganzen Mittelmeerland ein nächtliches Ausgangsverbot, das um 22 Uhr startet. Für Montag waren Expertengespräche in Rom mit der Regierung geplant, bei denen es auch um eine Verschiebung der Sperrstunde – womöglich auf 23 Uhr – gehen sollte.

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