Nach dritter verpasster WM

Italien-Trainer schmeißt fast alle Stars aus Kader

Nach der dritten verpassten WM in Folge zieht Italiens Trainer Silvio Baldini die Reißleine – und schmeißt fast die gesamte Nationalmannschaft raus.
Sport Heute
27.05.2026, 18:15
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Italiens Interims-Trainer Silvio Baldini räumt nach der dritten verpassten WM-Endrunde einmal ordentlich auf, lässt keinen Stein auf dem anderen – streicht fast alle Stars aus dem Kader und nominiert gleich 19 (!) Debütanten für die Squadra Azzurra.

Nur fünf Spieler durften ihren Platz behalten: Lediglich Star-Goalie Gianluigi Donnarumma sowie Pietro Comuzzo, Marco Palestra, Niccolo Pisilli und Pio Esposito erhielten erneut eine Einladung zur "Squadra Azzurra". Andere große Namen fehlen dagegen völlig. Der langjährige Stürmer Moise Kean, Juventus-Kapitän Manuel Locatelli, Inter-Star Nicolo Barella oder Arsenal-Verteidiger Riccardo Calafiori wurden aussortiert.

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Besonders auffällig: Italiens Nationalteam ist plötzlich extrem jung. Donnarumma ist mit gerade einmal 27 Jahren bereits der älteste Spieler im Kader. Alle anderen Profis sind 22 Jahre alt oder jünger. Auch die deutsche Bundesliga ist im neuen Italien-Team vertreten. Gladbach-Verteidiger Fabio Chiarodia schaffte es ebenso ins Aufgebot wie gleich drei Talente von Borussia Dortmund: Samuele Inacio, Luca Reggiani und Filippo Mane.

Konsequenz nach dritter verpasster WM

Für Italien ist der radikale Schnitt die Konsequenz aus jahrelangen Enttäuschungen. Nach dem WM-Titel 2006 in Deutschland ging es mit der einstigen Fußball-Macht steil bergab. Bei den Weltmeisterschaften 2010 und 2014 war jeweils nach der Vorrunde Schluss, für die darauffolgenden drei Turniere qualifizierte sich Italien gar nicht mehr.

Der einzige große Lichtblick: der überraschende EM-Triumph 2021 nach dem Finalsieg im Elfmeterschießen gegen England. Jetzt soll Baldini den Neustart einleiten. Der 67-Jährige übernahm interimistisch von Gennaro Gattuso, nachdem Italien im Frühjahr sogar in der WM-Qualifikation an Bosnien-Herzegowina gescheitert war. Mit dem neuen XXL-Umbruch geht es am 3. Juni gegen Luxemburg und am 7. Juni gegen Griechenland.

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