Tage nach dem Lawinenunglück in Mittelitalien haben die Rettungskräfte nur noch Leichen aus dem verschütteten Hotel geborgen. Wie die Behörden mitteilten, stieg die Zahl der Todesopfer am Dienstag auf 17.
Tage nach dem haben Rettungskräfte weitere Leichen aus dem verschütteten Hotel geborgen. Laut Behördenangaben stieg die Zahl der Todesopfer am Mittwoch auf 24.
Fünf Menschen wurden Stand Mittwoch Vormittag noch vermisst, die erschöpften Einsatzkräfte geben nicht auf, zu suchen, buddeln teilweise mit den Händen, um den Einsturz von Gebäudeteilen im Inneren des Hotels zu vermeiden. Am Montag wurden l
Elf Menschen dürften das durch ein Erdbeben ausgelöste Lawinenunglück überlebt - darunter zwei Männer, die sich vor dem Hotel aufhielten, als die Schneemassen das Gebäude am vergangenen Mittwoch unter sich begruben.
Verdacht auf fahrlässige Tötung
Am Dienstagvormittag wurde die Leiche des 42-jährigen Oberkellners Alessandro Giancaterino beigesetzt, er war der Bruder des früheren Ortsbürgermeisters Massimiliano Giancaterino, dem vorgeworfen worden war, vor zehn Jahren Bestechungsgelder für die Genehmigung der Renovierung des betroffenen Hotels angenommen zu haben.
Indes ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung weiter. Das auf 1200 Metern Höhe gelegene Hotel "Rigopiano" wurde 1972 an der Stelle einer einfachen Schutzhütte im Naturschutzgebiet des Gran-Sasso-Massivs in den Abruzzen eröffnet und vor zehn Jahren zu einem Vier-Sterne-Haus mit beheiztem Außenpool und Sauna ausgebaut. Gemeindevertreter sollen bestochen worden sein, um den Ausbau des Hotels zu ermöglichen. Im vergangenen November wurden die Ermittlungen eingestellt.
Zudem wurden jetzt die örtlichen Behörden kritisiert, weil sie trotz Hilfe-Rufe nach dem Erdbeben nicht dafür sorgten, dass die Straße zum Hotel vom Schnee geräumt wurde. Dadurch konnten die Gäste das Hotel nicht rechtzeitig verlassen.
Rettungsheli abgestürzt
Unweit des verschütteten Hotels ereignete sich am Dienstag ein weiteres Unglück: