Italien will Skiurlaub in Österreich verbieten

Ob wir wohl noch länger auf die geliebten Bretter unter den Füßen verzichten müssen?
Ob wir wohl noch länger auf die geliebten Bretter unter den Füßen verzichten müssen?iStock/serebryannikov
Mit der vorübergehende Schließung von Skipisten in ganz Europa soll eine dritte Covid-19-Welle verhindert werden.

Die italienische Regierung will Kontakte zu den alpinen Nachbarländern, darunter auch Österreich, aufnehmen, um über eine mögliche Schließung der Skipisten über die Weihnachtszeit zu diskutieren. Ziel sei es, auf europäischer Ebene Skiurlaub zu verbieten und so die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie zu verhindern, berichtete die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Montag.

Kein Skifahren bis Ende Jänner

Geöffnet werden sollten die Skipisten dann erst wieder Ende Jänner, wenn die Infektionszahlen sinken und die EU-Länder mit Impfkampagnen beginnen können. Angesichts der noch hohen Zahl von Neuinfektionen und Todesopfern in Italien dürfe es über die Weihnachtszeit zu keiner Lockerung der Anti-Covid-Maßnahmen kommen, so die italienische Regierung. Die Gefahr sei ansonsten, dass Italien nach den Feiertagen im Jänner mit einer dritten Coronavirus-Infektionswelle konfrontiert sei.

In Österreich hatte sich am Wochenende Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) zum Thema Skiurlaub geäußert. Ob dieser bald stattfinden kann, hänge einerseits von der Eindämmung des Infektionsgeschehens, andererseits vom Zutrauen aus dem Ausland ab.

Zahlen in Italien sinken

Die Regierung von Premier Giuseppe Conte prüft diese Woche die Anti-Covid-Maßnahmen, die für die Weihnachtszeit gelten sollen. Einen Beschluss muss die Regierung bis zum 3. Dezember ergreifen. An diesem Tag läuft die Verordnung aus, mit der in Italien das sogenannte Ampel-System aus gelben, orangen und roten Regionen eingeführt worden ist.

In Italien ist am Sonntag zum zweiten Tag in Folge sowohl die Zahl der Coronavirus-Infizierten als auch jene der Todesopfer in den letzten 24 Stunden gesunken. Die Zahl der Neuansteckungen fiel von 34.767 auf 28.337. 562 Tote wurden gemeldet, am Vortag waren es 692, teilte das Gesundheitsministerium mit. Somit starben seit Beginn der Pandemie am 20. Februar in Italien 49.823 Personen mit oder am Coronavirus.

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