Österreich

Italiener drohte, alle Personen im Zug zu erschießen

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:29

Zu einem schockierenden Zwischenfall ist es in der Nacht auf Samstag in einem Reisezug in Kärnten gekommen. Ein Reisender drohte damit, alle Menschen im Zug zu erschießen. Eine Mutter, die in Begleitung ihrer beiden Kinder war, schlug Alarm. Der 39-Jährige wurde am Bahnhof Villach festgenommen.

Der Vorfall ereignete sich in einem Zug, der von Klagenfurt in Richtung Rom unterwegs war. Gegen Mitternacht sprach der ungepflegte aussehende Mann auf Englisch eine 34-jährige Klagenfurterin, die mit ihren sechs und zwölf Jahre alten Kindern im Zug saß, an.

Mutter flüchtete mit Kindern in Zug-WC

Der Mann drohte der Frau an, alle im Zug befindlichen Personen zu erschießen. Die 34-Jährige nahm die Drohung kurz nach den Messerstichen in einem ÖBB-Zug in Vorarlberg sehr ernst. Geistesgegenwärtig sperrte sie sich mit ihren Kindern in der Zug-Toilette ein und verständigte die Polizei.

Nach Kontaktaufnahme zum ÖBB-Notfallkoordinator wurde der Zug am Bahnhof Villach aus dem Verkehr gezogen. Polizisten überwältigten den Verdächtigen und nahmen diesen vorläufig fest. Bei der Durchsuchung des aus Cagliari stammenden Mannes wurden keine Waffen entdeckt, er wurde ins Polizeianhaltezentrum Villach gebracht und wegen gefährlicher Drohung angezeigt.

Laut Polizei hat der Mann einen starken Körpergeruch und Fingernägel, die so lange sind, dass sie sich bereits einrollen.

In Italien polizeibekannt

Samstagfrüh lief die Einvernahme des Tatverdächtigen, wie Major Stephan Brozek vom Stadtpolizeikommando Villach im Gespräch mit "heute.at" sagte. In seiner Heimat Italien sei er 2002 bereits einmal auffällig geworden, allerdings habe es sich damals "um ein Bagatelldelikt" gehandelt.

Keine weiteren Hinweise - Polizei läßt Mann laufen

Bei der Einvernahme in Österreich leugnete der Mann dem Dolmetscher gegenüber, Reisegäste bedroht zu haben. Da sich "keine weiteren Verdachtsmomente durch erste Auslandsermittlungen in Italien, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Tschechien Länder, die der mann als Tourist bereiste, ergaben, wurde er über Anordnung der Staatsanwaltschaft aus der Haft entlassen und auf freiem Fuße angezeigt. Weitere Erhebungen werden gepflogen", so die Polizei.   

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