Italiens größter Bank UniCredit droht das Geld auszugehen. Der Mutterkonzern der Wiener Bank Austria muss über die Börse rund acht Milliarden Euro lukrieren. Am Donnerstag war das Geldhaus von diesem Ziel weit entfernt. Investoren fehlt offenbar das Vertrauen, die UniCredit-Aktie verlor dramatisch an Wert.
Die Aktie stürzte am Donnerstag in Mailand noch einmal um mehr als zwölf Prozent ab. Die Papiere hatten bereits am Mittwoch fast 15 Prozent eingebüßt. Die milliardenschwere Kapitalbeschaffung soll am Montag starten.
Aktie ausgesetzt
Am Donnerstag war dann die UniCredit-Aktie wegen der starken Kurseinbrüche in Mailand mehrfach vom Handel ausgesetzt worden. UniCredit ist ein Schwergewicht an der Mailänder Börse. Das Geldhaus muss seine Aktionäre mit massiven Rabatten locken, um die dringend benötigten Milliarden einzusammeln.
Zu wenig Eigenkapital
Trotzdem zogen die Aktionäre zunächst nur zögernd mit. UniCredit braucht das Geld, um eine kürzlich von der EU-Bankenaufsicht EBA ausgemachte Lücke von acht Milliarden Euro Eigenkapital zu stopfen.