Zwei Italiener, die neun Banken in Österreich überfielen, wurden am Donnerstag in Innsbruck verurteilt. Zwölf und sieben Jahre Haft fasste das Duo aus. Die Italo-Schurken entschuldigten sich bei Österreich. Ein Grund für die Überfälle sei das Erdbeben in L'Aquila, so die Männer (48,50).
Zwei Italiener, die neun Banken in Österreich überfielen, wurden am Donnerstag in Innsbruck verurteilt. Zwölf und sieben Jahre Haft fasste das Duo aus. Die Italo-Schurken entschuldigten sich bei Österreich. Ein Grund für die Überfälle sei das Erdbeben in L'Aquila, so die Männer (48,50).
Wegen schweren Raubes wurden die beiden am Innsbrucker Landesgericht verurteilt. Zwölf bzw. sieben Jahre Haft wurden den 48- und 50-jährigen Angeklagten von Richter Josef Geisler und den Schöffen auferlegt. Die Beschuldigten sollen im Zeitraum von 2007 bis 2011 insgesamt neun Banküberfalle in Österreich begangen haben. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.
Grund für Banküberfälle: Erdbeben
Hohe Schulden und schwere finanzielle Verluste durch das Erdbeben in L'Aquila sollen die Beschuldigten zu den Verbrechen getrieben haben. Beide Angeklagte zeigten sich vor Gericht reuig und bekannten sich als schuldig. "Es tut mir leid, vor allem im Bezug auf die Bankangestellten", sagte der jüngere der beiden Männer. "Ich möchte mich bei Österreich und den österreichischen Behörden entschuldigen", meinte der zweite Angeklagte.
"Hass gegenüber Banken"
Der 48-jährige Beschuldigte begann selbst in seiner Jugend eine Lehre bei einer italienischen Bank. Dort wurde ihm von dem Geldinstitut vorgeworfen, eine Million Euro veruntreut zu haben, woraufhin er entlassen wurde. Dies habe in ihm einen "unermesslichen Hass gegenüber Banken geschürt", schilderte der Italiener.
Raubzug quer durch Österreich
Dem jüngeren Angeklagten wurden sechs Banküberfälle angelastet, die er im Alleingang begangen haben soll: Am 21. Juni 2007 in Innsbruck, danach im Jahr 2008 am 13. März in Salzburg, am 29. April in Klagenfurt und am 26. Juni wieder in Innsbruck sowie am 20. Juli 2009 in Schwechat und am 2. Februar 2010 schließlich in Graz. Bei den Überfällen auf Kreditinstitute am 2. August 2011 in Wien und am 14. Oktober 2011 in Graz sollen laut den Ermittlern der 48-Jährige und sein 50 Jahre alter Komplize gemeinsam vorgegangen sein. Bei dem letzten Überfall soll auch ein Versuch voraus gegangen sein: Weil aber die erste Bank geschlossen hatte, gingen die beiden mutmaßlichen Räuber einfach in die gegenüberliegende Filiale eines anderen Instituts und bedienten sich dort.
Ende Jänner verhaftet
Die Verdächtigen waren Ende Jänner in L'Aquila in den Abruzzen bzw. in Padua verhaftet worden, nachdem die italienischen Ermittler von der österreichischen Polizei auf die Männer aufmerksam gemacht worden waren. Aufgrund eines Beschlusses des Berufungsgerichtes in Venedig wurden sie Ende März nach Innsbruck ausgeliefert.