Der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Kapsch, hat - von ZIB-Anchor Armin Wolf auf seine Kritik an den Corona-Maßnahmen der Regierung angesprochen - am Montagabend bekräftigt, dass er das schwedische Modell für das bessere Vorgehen hält.
Dass die schwedische Regierung wegen der höchsten Zahl von Toten im Verhältnis zur Bevölkerung inzwischen auch im eigenen Land heftiger Kritik ausgesetzt ist, wollte Kapsch nicht gelten lassen.
Die Vereinbarung zur Rettung der AUA bezeichnete Kapsch als gelungen. Armin Wolf fragte daraufhin, ob die Republik für die umfangreichen Staatshilfen von insgesamt 450 Millionen Euro nicht wie die Bundesrepublik Deutschland Staatsbeteiligungen hätte fordern sollen.
"Das würde uns ja nichts bringen", sagte Klapsch, worauf Wolf antwortete, dass ein Verkauf der Aktien immerhin mehrere hundert Millionen einbringen könnte. Darauf reagierte Kapsch nur schmunzelnd mit der Aussage: "Aber Herr Wolf, sie wissen, dass wir von der Industriellenvereinigung gegen Staatsbeteiligungen sind."