Der Internationale Währungsfonds glaubt nicht daran, dass Griechenland ohne Schuldenschnitt die Krise überstehen will. Der IWF will, dass die Euro-Länder die Schulden erlassen, aber gleichzeitig auf sein eigenes Geld nicht verzichten.
Der Internationale Währungsfonds glaubt nicht daran, dass Griechenland ohne Schuldenschnitt die überstehen will. Der IWF will, dass die Euro-Länder die Schulden erlassen, aber gleichzeitig auf sein eigenes Geld nicht verzichten.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete am Mittwoch über einen internen IWF-Bericht, der ein düsteres Szenario malt. Die Schuldenquote könne demnach in den nächsten beiden Jahren auf bis zu 200 Prozent steigen und das in Verhandlung befindliche dritte Hilfspaket nicht das letzte sein. Schuld sei die schleppende Umsetzung der Reformen der Regierung.
Daher geht die Institution davon aus, dass ein Schuldenschnitt unumgänglich ist. Hier tut sich ein Graben zwischen IWF und Euro-Ländern auf. Denn während der IWF sein eigenes Geld zurück haben will, fordert er die Staaten auf, die Schulden einfach zu erlassen. Wird die Forderung nicht erfüllt, will der IWF sich nicht am dritten Hilfspaket beteiligen.
EU-Kommissionspräsident Juncker bezeichnete Berichte über Differenzen zwischen den Gläubigern für "übertrieben", das Einvernehmen zwischen den verschiedenen Parteien sei gut.