Wirbel um einen Vorschlag des Internationalen Währungsfonds (IWF): In einem Bericht ist von einer einmaligen Zwangsabgabe auf alle privaten Vermögen in der Höhe von zehn Prozent die Rede. Mit einer solchen Sondersteuer könnte laut IWF die Verschuldung der Euroländer auf das Niveau vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise reduziert werden.
bereits jetzt ist Sparen ein klares Verlustgeschäft. Doch es könnte noch schlimmer werden. Denn geht es nach Plänen des IWF, dann droht Sparern jetzt eine Zwangsenteignung. Konkret geht es um eine Zwangsabgabe auf Sparguthaben in der Höhe von zehn Prozent. Damit würden Sparer in Österreich erneut Milliarden verlieren.
Ablehnung in Österreich
"Die Idee des Internationalen Währungsfonds (IWF), eine Zwangssteuer auf Spareinlagen einzuführen, ist der völlig falsche Weg. Das ist ein Verzweiflungsakt, der letztlich dazu führen wird, dass Sparer verunsichert werden und ihre Guthaben von den Banken abziehen", warnt der Finanzsprecher des Team Stronach, Robert Lugar. Statt Zwangssteuern, welche die Banken letztlich weiter schwächen, verlangt Lugar rasch dringend nötige Reformen am Finanzsektor.
Empört zeigt sich auch FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache: "Die Zinsen von Sparguthaben liegen bereits jetzt deutlich unter der Inflationsrate, und die Kapitalertragsteuer frisst ebenso einen großen Teil. Und nun will der IWF dieses de facto ohnehin stetig schrumpfende Kapital noch weiter belasten." Von der FPÖ gebe es dazu selbstverständlich ein klares Nein.