Österreich

Ja was steht denn da am Wiener Graben herum?

Heute Redaktion
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Ist das Kunst? Ja. Kann das weg? Schon, aber erst am 1. November. Bis dahin ist „Domestic Landscape 2.0" von Didier Faustino in der City zu bewundern.

Raumteiler, Tische und Stühle aus farbig lackierten Stahlrahmen: Ab sofort und noch bis 1. November können Passanten am Graben in der City die Kunst-Installation „Domestic Landscape 2.0" des französischen Künstlers Didier Faustino bewundern.

Aber nicht nur anschauen ist erlaubt: Der französische Architekt und Künstler will mit seiner „Möblierung" ein „Zuhause" in der Stadt schaffen und lädt zum Probesitzen ein.

Diese einfache Beschreibung ist ihnen viel zu banal? Bitteschön, im Kultursprech liest sich das so:

"Mit dem Projekt Domestic Landscape 2.0 von Didier Fiúza Faustino transformiert KÖR Wien den Wiener Graben erneut zu einem Kunstplatz und Begegnungsraum. Die Serie von urbanen Möbeln aus farbig lackierten Stahlrahmen erschließt den öffentlichen Raum für den individuellen Gebrauch.

Die raumgreifende Installation entwickelt sich aus dem Raster eines Stuhls, der als Matrix für die räumliche Ausdehnung multipliziert wird. Erweitert um Raumteiler und Tische in zwei Höhen schafft Faustino mit dieser zwischen Gebrauchsgegenstand und Skulptur changierenden „Möblierung" einen Innenraum im Außenraum, ein „zu Hause" in der Stadt. Die serielle Anordnung überführt das häusliche Interieur in einen kollektiven Apparat", so Genoveva Rückert, Kuratorin OK Center for Contemporary Art im OÖ Kulturquartier.

Kunst im öffentlichen Raum (KÖR)
Die Institution KÖR Kunst im öffentlichen Raum wurde im Jahr 2004 auf gemeinsame Initiative der Geschäftsgruppen Kultur, Stadtentwicklung und Wohnen gegründet. Die Aufgabe der KÖR ist die Belebung des öffentlichen Raums der Stadt Wien mit permanenten bzw. temporären künstlerischen Projekten.
KÖR wickelt künstlerische Projekte ab, erteilt Aufträge an KünstlerInnen, lobt künstlerische Wettbewerbe für Projekte im öffentlichen Raum aus, vergibt Förderungen an KünstlerInnen bzw. Projektträger und setzt damit verbundene Tätigkeiten (Symposien, Publikationen, Vermittlungsprogramme, u.a.) um.

"Der Künstler und Architekt lässt die Grenzen zwischen den Disziplinen verschwimmen. Sein temporäres Projekt bildet die zunehmende Verwischung zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre ab und lädt zum Verweilen und zur Interaktion ein", schildert Rückert. (ck)