Linz und Jagd: Geht das überhaupt? Und wie! Über eine Rekordausbeute von 1.603 Stück Wild, um 590 Stück oder fast 60 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, konnten sich die Linzer Jägerinnen und Jäger im Jagdjahr 2010/2011 freuen. Und das in einer Stadt, die eher für Stahlindustrie und zuletzt Kultur-Highlights bekannt ist.
Die Pirsch am Pöstlingberg und in Ebelsberg war ganz besonders ungewöhnlich: Drei Wildschweine (Keiler) kamen dort den Jägern vor die Flinte und wurden erlegt. Der Grund: In den vergangenen Jahren finden immer mehr Schwarzkittel (so werden Wildschweine in Jägerkreisen genannt) Gefallen an der Stadt, nähern sich vor allem im Süden und Norden den stärker besiedelten Gebieten. Neben den erwähnten Keilern wurden in Linz aber unter anderem auch 50 Füchse, fünf Iltisse, ein Wiesel und 198 Hasen von den derzeit 631 aktiven Jägern in der Landeshauptstadt erlegt. Gepirscht wird in sieben Gebieten - sogar am Voest-Gelände - verteilt über die gesamte Landeshauptstadt.
Zum Schluss etwas Erfreuliches: Die Zahl jener Tiere, die im Straßenverkehr getötet wurden, ging 2010 auf 87 (13 weniger als 2009) zurück.