Jahreskarten statt Dienstautos für Wiener Stadtbetriebe

Rechnungshof fordert mehr Öffi-Jahreskarten statt Dienstautos.
Rechnungshof fordert mehr Öffi-Jahreskarten statt Dienstautos.iStock/Getty Images (Symbolbild)
Stadtwerke und Wien Holding sollen statt teuren Dienstwägen lieber günstige Öffi-Jahrskarten vergeben, fordert der Wiener Stadtrechnungshof. 

Leitende Mitarbeiter bekommen in vielen Betrieben ein Dienstauto zur Verfügung gestellt. Oft dürfen sie mit diesem auch privat herumdüsen – so ist es auch bei der städtischen Wien Holding und den Wiener Stadtwerken. Der Rechnungshof prüfte die Dienstauto-Regelung in den beiden Betrieben. Derzeit gibt es laut Rechnungshof in beiden Betrieben 110 Dienstautos – davon 43 im Wien Holding-Konzern, bei den Stadtwerken waren es 67 Firmen-Autos.

Zuviele Autos für Klimaschutz

Die Rechnungshof-Prüfer kritisieren, dass die Anzahl der Dienstautos "den Bemühungen der Stadt Wien in Bezug auf die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs – und damit der weiteren Ökologisierung des Wiener Stadtverkehrs – nicht entsprach". Die Prüfer empfehlen daher, die Anschaffung von Dienstfahrzeugen zu reduzieren. Die Anschaffungskosten sollen auf maximal 40.000 Euro gesenkt werden. Besser wäre es, Mitarbeitern verstärkt Öffi-Jahreskarten der Wiener Linien zu gewähren. "Dies würde auch verstärkt den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit Rechnung tragen", so die Prüfer.

Bei 60 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern würden sich nur 27 Dienstautos finden, kontert die Wien Holding. Das würde zeigen, dass "die Zuerkennung von personenbezogenen Dienstfahrzeugen bereits jetzt mit großer Sorgfalt durchgeführt wird". 

Scharfe Kritik von der FPÖ

Der Wiener FPÖ-Chef Dominik Nepp fordert die Wien Holding auf, den Rechnungshofempfehlungen nachzukommen und bei Dienstwägen umgehend Einsparungen einzuleiten. "Während hunderttausende Wienerinnen und Wiener mit überfüllten U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen vorlieb nehmen müssen und die Wiener Linien von der SPÖ immer hochgelobt werden, ist den leitenden SPÖ nahen Mitarbeitern deren Nutzung offenbar nicht zuzumuten“, ärgert sich Nepp.

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