Die Tabelle lügt nicht. Auch wenn viele Rapid-Fans aktuell lieber gar nicht darauf schauen: nur Rang neun, nur acht Punkte! Nie in diesem Jahrtausend ist Rapid schlechter in die Bundesliga-Saison gestartet.
Nur 2006 stand Rapid nach acht Runden auch mit acht Zählern da. Damals waren die Hütteldorfer nach der Hinrunde sogar Letzter. Trainer Didi Kühbauer ist nach zwei Vize-Meistertiteln angezählt.
Die nächsten Spiele haben es in sich: Admira im Cup, Sturm daheim, dann West Ham in der Europa League. "Der Druck ist da", sagt Kühbauer. "Es ist wichtig, jetzt Ruhe zu bewahren. Es ist nicht der Fall, dass ich nichts mehr bewegen kann. Das hat das Team in Salzburg gezeigt. Wir tun alles, um wieder in die Spur zu kommen." Der Überbelastung und Teamleistung gab Kühbauer in dieser Saison nach Pleiten die Schuld.
Nach dem 0:2 in Salzburg nahm er seine Spieler aber in Schutz, schoss scharf gegen Schiedsrichter Markus Hameter. „Das ist Kindergarten. Der Hameter hat es wieder geschafft, ein Spiel für Salzburg zu entscheiden.“ Bei Bullen-Stürmer Karim Adeyemi sah Kühbauer einen „doppelten Rittberger“, der zur umstrittenen Elfer-Entscheidung des VAR führte. "Schlittschuh fahre ich nicht, dafür gerne Ski", konterte Adeyemi