Jan Böhmermann verklagt Österreich

Wegen "Verbrechen gegen das Ansehen deutschsprachiger Menschen in der Welt" fordert der Satiriker eine skurrile Strafe.

In der ORF-Sendung "Kulturmontag" hatte Jan Böhmermann den österreichischen Kanzler Sebastian Kurz und dessen Vize Heinz-Christian Strache verbal abgewatscht. Der Sender distanzierte sich unmittelbar nach Ausstrahlung des Beitrags von Böhmermanns Aussagen, was dieser daraufhin via Twitter anprangerte.

Kurz wurde der deutsche Satiriker von Wolfgang List, einem Anwalt aus Wien angezeigt. List forderte, Böhmermann solle seine Behauptung, in Österreich gebe es "acht Millionen Debile" zurückziehen, sonst würde er Klage einreichen.

Schwere Herabwürdigung

Auch in diesem Fall ließ Böhmermann eine Antwort in den Sozialen Medien folgen. "Ich habe soeben Strafanzeige gegen komplett Österreich wegen 'Schwerer Herabwürdigung europäischer Grundwerte und Verbrechen gegen das Ansehen deutschsprachiger Menschen in der Welt' erstattet", twitterte er.

Eine passende, lebenslange "Höchststrafe" für dieses Vergehen hat der Deutsche auch schon im Sinn. Statt seinen Vorschlag in Worte zu fassen, drückte er sie in Bildern aus – er postete mehrere Fotos von Strache, so etwa auch einen Schnappschuss von dessen notorischer Bierbestellung.

Unterstützung

Der "Kulturmontag"-Eklat scheint also noch lange nicht vorüber. Rückendeckung erhält Jan Böhmermann dabei von großen Namen der österreichischen Literaturszene (darunter Elfriede Jelinek, Gerhard Ruiss, Gerhard Zeillinger und Eva Menasse) die sich laut "Kleine Zeitung" in einem Schreiben "von der Distanzierung des ORF von den Äußerungen Jan Böhmermanns" distanzierten. (lfd)

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