Jan Josef Liefers erklärt seinen "Tatort"-Erfolg

Bild: ARD

Aus der Riege der "Tatort"-Kommissare stechen Jan Josef Liefers und Wotan Wilke Möhring hervor: ihre Fälle bescheren der ARD Traumquoten. Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung haben die beiden Schauspielkollegen das Geheimnis ihres Erfolges gelüftet.

Aus der Riege der Traumquoten. Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung haben die beiden Schauspielkollegen das Geheimnis ihres Erfolges gelüftet.



Am Sonntagabend glänzen die "Tatort"-Kommissare Jan Josef Liefers und Wotan Wilke Möhring regelmäßig mit Rekordquoten. Ihre letzten Fälle hatten zusammengerechnet fast 23 Millionen Zuschauer in Deutschland und Österreich. "Axel Prahl und ich haben relativ schnell so eine Dynamik bekommen und das dann durchgezogen", sagte Liefers im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung vom Montag. "Wenn Du das machst, müssen bestimmte Entscheidungen getroffen werden, wie zum Beispiel der Mut zu unserer kleinen 'Alberich' ", der Rechtsmedizinerin aus dem Münster-Tatort.



"Man braucht immer wieder neue Ideen und Varianten", so Liefers gegenüber der Zeitung, "Wir wollen uns nicht selber zitieren, lieber immer neu erfinden." Eine große Gefahr seien die ständigen Wiederholungen. "Wenn Du keinen Tag hast, an dem nicht irgendein Tatort im Fernsehen läuft, ist er irgendwann nix besonderes mehr", beklagte Liefers. So lange die Geschichten differenziert seien und die Figuren Hintergrund hätten, würden auch die vielen Ermittler-Teams kein Problem darstellen.



Das Wagnis, besondere Stoffe anzugehen

Trotz der Kritik an einigen Ermittlerteams und einem eher konservativen Fernsehpublikum in Deutschland sei der Wille da, "die Machart und die Figuren nach vorne zu bringen", so Liefers. Gegenüber "Bild" erwähnte der 48-Jährige als Beispiel seine Lieblingsserie "Breaking Bad", die beim deutschen Publikum eher mäßig angekommen sei. "Wir haben noch einen spannenden Weg vor uns, auch die neuen Tatort-Kollegen", sagte Liefers.



Sein Kollege Wotan Wilke Möhring sieht das ähnlich. "Du musst Dich wieder trauen dürfen, besondere Stoffe anzugehen und auf Qualität setzen", sagte der 46-Jährige der Zeitung. 'Der letzte schöne Tag' sei ein gutes Beispiel, der Tatort-Krimi habe selbst in der Wiederholung eine Traumquote gehabt. "Mit dem Film wurde ein Tabu-Thema behandelt und er war trotzdem erfolgreich mit Fernseh- und Grimme-Preis und guter Quote", so Möhring.

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