24 Tote bei Brandanschlag auf Animationsstudio

In Japan hat ein 41-Jähriger einen Brand in einem Animationsstudio gelegt. Mittlerweile wurden 24 Personen leblos aufgefunden.

In einem Filmstudio im japanischen Kyoto hat es einen mutmaßlichen Brandanschlag gegeben. Das dreistöckige Gebäude geriet innerhalb kürzester Zeit in Flammen, mehrere Menschen kamen ums Leben, Dutzende weitere wurden teils lebensbedrohlich verletzt, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten.

Wegen der unübersichtlichen Lage gibt es noch keine verlässlichen Angaben zur Zahl der Toten. Die Feuerwehr berichtete, dass 24 Menschen ums Leben gekommen seien. Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden. Die Polizei nannte noch keine endgültigen Opferzahlen.

Brennbare Flüssigkeit versprüht

Kurz vor dem Brand war laut Polizei ein Mann in das Gebäude gestürmt. Er habe eine unbekannte Flüssigkeit – wahrscheinlich Benzin – versprüht, durch die das Feuer entfacht worden sei. Dabei schrie er nach Angaben von Augenzeugen: "Sterbt!" Augenzeugen berichten in lokalen Medien von einer plötzlichen Explosion im ersten Stock des Gebäudes. Der 41-jährige Verdächtige wurde nach Polizeiangaben festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht.

Zum Zeitpunkt des Feuers sollen sich laut Feuerwehr mehr als 70 Menschen im und am Haus befunden haben. Die meisten seien hinaus gerannt. Es habe mehrere Stunden gedauert, den Brand unter Kontrolle zu bringen. 35 Löschfahrzeuge waren im Einsatz. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude konnte verhindert werden.

Die 1981 gegründete Produktionsfirma Kyoto Animation hat einige beliebte Fernseh-Zeichentrickserien wie "K-On!", "Free!" und "Die Melancholie der Haruhi Suzumiya" produziert, die sich insbesondere an Jugendliche richten. Viele Fans in Japan haben Orte aufgesucht, die in den Filmen eine Rolle spielen.



(vro/sda)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Kaiser Akihito von JapanGood NewsWeltwocheBrandstiftung

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen