Japaner versteigern zwei Melonen um 1.000 Euro

Ein Angebot für Schnäppchenjäger: Die teuersten Melonen der Welt erleiden durch die Coronakrise einen großen Wertverfall.
Ein Angebot für Schnäppchenjäger: Die teuersten Melonen der Welt erleiden durch die Coronakrise einen großen Wertverfall.istock
Erntebezogener Werteverfall

Die Coronakrise hat auch Auswirkungen auf die Preisgestaltung bei einer traditionellen, japanischen Auktion, in der die berühmten Yubari-Melonen alljährlich versteigert werden.

So hatten die Luxus-Früchtchen im vergangenen Jahr noch fünf Millionen Yen erzielt. Nach der Pandemie sank der Preis jedoch auf „günstige“ 1.000 Euro. (120.000 Yen) Die Region, aus der die Melonen stammen, Hokkaido, ist eines der am stärksten vom Virus betroffenen Gebiete des Inselstaats.

Die Feier zur Auslieferung der edlen Obstgatttung muss dieses Jahr somit mit einem noch nie dagewesenen Preissturz auskommen.

Die Herstellung zählt zu den aufwendigsten Verfahren in der Landwirtschaft (siehe Video unten). Yubari-Melonen wachsen unter harten, winterlichen Bedingungen und brauchen 100 Tage Pflege, um zu wachsen. Sie dürfen zudem nur von ausgewählten Landwirten angebaut werden.

Die Melonen sind jedoch nicht das einzige Luxusgut in der Nahrungskette der Japaner. Lebensmittel haben in Japan einen besonders hohen Stellenwert und gelten als Zeichen der Wertschätzung. Daher werden sie gerne an Verwandte, Freunde und Geschäftspartner verschenkt.

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