Von Regierung initiiert

KI-Dating-App bringt Hunderte Paare vor den Traualtar

Eine KI-basierte Dating-App der japanischen Regierung führte zu 265 Ehen und soll der niedrigen Geburtenrate entgegenwirken.
Newsdesk Heute
28.07.2026, 09:39
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Seit rund zwei Jahren gibt es in Japan eine Dating-App, die mit künstlicher Intelligenz arbeitet und von der Regierung ins Leben gerufen wurde. Seit dem Start haben sich darüber schon 265 Paare das Jawort gegeben. Außerdem hatten mit Stand 30. Juni 760 Paare bei der Plattform angegeben, dass sie in einer "ernsthaften Beziehung" sind. Das zeigt, wie sehr die japanische Regierung auf die App setzt, um die seit Jahren niedrige Geburtenrate im Land zu heben.

Die App heißt "TOKYO Enmusubi" und ist im September 2024 gestartet. Hintergrund war eine Umfrage, laut der etwa 70 Prozent der heiratswilligen Japaner nichts unternehmen, um jemanden kennenzulernen. Bis Mitte 2026 haben sich 16.000 Nutzer registriert. Die künstliche Intelligenz schlägt den Leuten dabei Partner mit "hohen Übereinstimmungsraten" vor.

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Das große Problem in Japan ist die niedrige Geburtenrate. 2025 ist diese noch weiter gesunken, auf nur mehr 1,14 Kinder pro Frau. Im Vorjahr sind 671.236 Babys von japanischen Staatsbürgern auf die Welt gekommen, während es 1,6 Millionen Todesfälle gab – also mehr als doppelt so viele.

Die Regierung hat auch eine Frau mit dem Pseudonym "Turtle" zitiert, die erzählt: Sie habe die App als "letzte Chance" ausprobiert, als sie bald 40 geworden ist. "Nachdem ich mehrere Blind Dates hatte, lernte ich Ende August meinen heutigen Ehemann kennen, und Mitte September begannen wir eine ernsthafte Beziehung", sagte sie. "Ende Dezember nahm ich seinen Heiratsantrag an."

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