Jassir Arafats Leichnam in Ramallah exhumiert

Bild: EPA
Zur Klärung eines Giftmordverdachts ist der Leichnam des früheren Palästinenserführers Yasser Arafat in Ramallah am Dienstagmorgen exhumiert worden. Wie der offizielle Sender Radio Palästina berichtete, hätten ausländische Experten bereits mit der Entnahme von Proben begonnen.
Zur Klärung eines Giftmordverdachts ist der Leichnam des früheren Palästinenserführers Yasser Arafat in Ramallah am Dienstagmorgen exhumiert worden.

Experten aus der Schweiz, Frankreich, Russland und der Palästinenser entnahmen am Dienstag Proben aus dem Grab in Ramallah. Abgeschirmt hinter einer blauen Plane öffneten die Rechtsmediziner das Mausoleum nahe des Hauptsitzes der Autonomiebehörde.

Arafats in Malta lebende Witwe Suha Arafat sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag per Telefon, für sie und ihre Tochter sei die Exhumierung "sehr schmerzlich". Diese sei sei aber "notwendig", um zu klären, ob Arafat eines gewaltsamen Todes gestorben sei.

Die Präsidentenwitwe hatte im Juli in Frankreich Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung ihres Manns erstattet. Arafat war im Jahr 2004 unter bis heute ungeklärten Umständen in einem Militärkrankenhaus bei Paris gestorben.

Die Untersuchung soll nun Klarheit darüber bringen, ob der Palästinenserführer vergiftet wurde. Das glauben viele Palästinenser und verdächtigen Israel. Der Mordverdacht verstärkte sich noch, als Schweizer Experten an der Wäsche Arafats Spuren der radioaktiven Substanz Polonium-210 fanden. Am Nachmittag sollte Arafat erneut beigesetzt werden.

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