Bei Kontrolle aufgeflogen

Jede vierte ausländische Hotel-Reinigungskraft illegal

Die Finanzpolizei führte Kontrollen in Wiener Hotels durch: Jeder vierte Dienstnehmer des kontrollierten Fremdpersonals war illegal beschäftigt.
Wien Heute
21.07.2024, 20:45
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Am 18. Juni führte die Finanzpolizei Kontrollen von Fremdpersonal in sieben Wiener Hotels durch. Besonders dreist ging ein Subunternehmen für einen Beherbergungsbetrieb im 7. Wiener Gemeindebezirk vor: Das Unternehmen stellte dem Hotel Reinigungskräfte zur Verfügung. Von den zehn angetroffenen Mitarbeitern war die Hälfte aber illegal in Österreich beschäftigt.

Zudem wurden vor Ort vier Festnahmen wegen illegalen Aufenthalts im Bundesgebiet durch die Sicherheitsbehörde vorgenommen. In einem anderen Hotel erfolgte die Abnahme der Reisepässe von drei ausländischen Angestellten.

Strafen in Höhe von 68.000 Euro beantragt

Insgesamt wurden bei 96 ausländischen Mitarbeitern 23 Verstöße gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz sowie das Arbeitszeitgesetz festgestellt. Das deutet darauf hin, dass jeder vierte Dienstnehmer des kontrollierten Fremdpersonals illegal beschäftigt wird.

Da Fremdpersonal oft im Bereich Reinigung und Servicekräfte eingesetzt wird, fand dort auch die Schwerpunktaktion der Finanzpolizei statt. Aufgrund der Übertretungen beantragte die Finanzpolizei Strafen in der Höhe von 68.000 Euro. Zusätzlich konnten sofort 43.000 Euro an vollstreckbaren Abgabenrückständen eingebracht werden. Die Schwerpunktaktion führt nun zu weiteren Ermittlungen gegen die Subunternehmen.

Kampf gegen Steuer- und Abgabenbetrug

An der Schwerpunktkontrolle waren 77 Einsatzkräfte beteiligt, darunter auch Mitarbeitende des Prüfdienstes Lohnabgaben und Beiträge, der Polizei und des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl.

"Die behördenübergreifenden Schwerpunkteinsätze sind ein wichtiger Baustein in unserem Kampf gegen Schwarzarbeit. Damit bekämpfen wir vehement Steuer- und Abgabenbetrug. Die Finanzpolizei hat mit diesem Einsatz weiteren Schaden verhindert und wird auch in Zukunft gezielt gegen derartige kriminelle Handlungen vorgehen", so Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP).

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