Jeder fünfte Wirt verlangt Geld für Leitungswasser: Bis zu 4,40 legt man für 0,5 l ab, ergab ein "Heute"-Check. "Wasser ist ein Menschenrecht, muss gratis bleiben", fordert Rüdiger Maresch (Grüne).
Jeder fünfte Wirt verlangt Geld für Leitungswasser: Bis zu 4,40 legt man für 0,5 l ab, ergab ein "Heute"-Check. "Wasser ist ein Menschenrecht, muss gratis bleiben", fordert Rüdiger Maresch (Grüne).
Die Wirtschaftskammer Wien bestätigt: Jeder fünfte Wirt kassiert fürs Leitungswasser. So bezahlt man im Griechenbeisl (City) 3,10 (0,5 l), wenn man nur ein Wasser konsumiert. Im Kuchldragoner im Bermudadreieck kostet das Glas sogar 3,60 . Frech: Im Segafredo am Graben ist Wasser zum Kaffee zwar gratis, im gespritzten Apfelsaft kostet das Vierterl aber 2,20 (macht 4,40 /0,5 l).
Soda und Wasser kosten gleich viel. Der Einkaufspreis für 1 Kubikmeter Wasser beträgt 1,73 . Das Segafredo macht also einen Gewinn von 8.798,27 ! "Trinkwasser ist auf der ganzen Welt ein Menschenrecht, nur in den Wiener Kaffeehäusern nicht", ärgert sich der grüne Gemeinderat Rüdiger Maresch. Er fordert darum, dass Wasser gratis bleiben muss.
"Das Absurde ist: Diese Abzocke betreiben fast immer Wirte, die sowieso viel verdienen. Sie behaupten dann, sie würden sonst verarmen." Peter Dobcak von der Fachgruppe Gastronomie der WKW: "Solche Preise schädigen das Image unserer Stadt."