Durch die Coronakrise befanden sich im vergangenen Jahr 190.000 Niederösterreicher in einer derart verzwickten Lage, dass sie sich rechtliche Hilfe der Arbeiterkammer wegen Problemen am Arbeitsplatz holen mussten. Gegenüber den Vorjahren ist das ein drastischer Anstieg um 40.000 Arbeitnehmer,
"In der Coronakrise sehen wir: Die wahren Leistungsträger sind die Arbeitnehmer im Land. Sie halten die Wirtschaft und das Leben in Niederösterreich am Laufen. Umso wichtiger ist es, dass sie zu ihrem Recht kommen“, so AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser. Im Jahr 2020 wurden für die betroffenen Arbeitnehmer 46 Millionen Euro an berechtigten Ansprüchen erkämpft.
Besonders in den ersten Corona-Monaten drehten sich alle Anfragen um die Auswirkungen des Virus'. Dabei wurden die Experten der AK Niederösterreich überwiegend zu Kündigungen und einvernehmlichen Lösungen mit Wiedereinstellungszusage – also Beendigungen der Arbeitsverhältnisse gefragt.
Nach der Einführung der Kurzarbeit wollten viele Mitglieder wissen, wie die Kurzarbeit abzurechnen ist und welchen Lohn- und Einkommensverlust das bedeutet, danach wurde auch die Risiko-Patientenregelung ein prominentes Thema. Aktuell werden vor allem Fragen zu Impfpflicht, zu Massentestungen und zur Maskenpflicht gestellt.
Noch ist ein Ende der Krise für die AK nicht absehbar. Um gegenzusteuern, müsse die Kaufkraft gesteigert werden. Deshalb fordert Wieser von der Bundesregierung ein Gutscheinheft über 1.000 Euro für jeden Haushalt. 100 Gutscheine zu je 10 Euro sollen in der regionalen Wirtschaft eingelöst werden können. “Allein in Niederösterreich würden 730.000 Haushalte davon profitieren“.