Die Anzahl der potenziellen Jobwechsler ist in Österreich weiterhin stabil. Jeder Fünfte kann sich wie schon 2012 vorstellen, auch 2013 einen neuen Arbeitgeber zu finden. Plus: In Österreich hat jeder zweite unselbstständig Erwerbstätige in den vergangenen zwei Jahren an keiner beruflichen Weiterbildung am Arbeitsplatz oder außerhalb des Unternehmens teilgenommen. Aber nur zwei Fünftel der Befragten hat gar kein Interesse an Weiterbildung.
am Arbeitsplatz oder außerhalb des Unternehmens teilgenommen. Aber nur zwei Fünftel der Befragten hat gar kein Interesse an Weiterbildung.
haben weiterhin ein Fünftel der Erwerbstätigen in den letzten Monaten zumindest einmal an den Wechsel des Arbeitsplatzes gedacht.
Männer wechseln wegen Geld, Frauen wegen schlechtem Klima
"Während Männer eher das Gehalt als Motiv für den Wechsel angeben, sind Frauen eher aufgrund der fehlenden Anerkennung, des schlechten Betriebsklimas oder der fehlenden Möglichkeit, sich beruflich weiterentwickeln zu können, zum Wechsel geneigt“, betonte Barbara Riedl-Wiesinger, Geschäftsführerin von Monster Worldwide Austria GmbH.
Mehr als ein Drittel derjenigen, die in den letzten Monaten an einen Wechsel gedacht haben, überlegt zumindest wöchentlich, drei Fünftel etwas seltener. "Die Umfrage zeigt, dass eine Gruppe der wechselaffinen Arbeitnehmer schon kurz vor dem Absprung steht."
50 Prozent machten keine Fortbildung
Der Schwerpunkt der 2013er-Studie lag diesmal aber beim Thema Weiterbildung. Und hier stellte sich heraus, dass 50 Prozent der Arbeitnehmer in Österreich zuletzt keine Fortbildung gemacht haben, drei Fünftel der Befragten aber sehr wohl ein Interesse daran hätten.
Kleinere Unternehmen haben Fortbildungsdefizit
"Bedenklich ist, dass gerade in KMUs, die eine tragende Säule der heimischen Wirtschaft darstellen, offensichtlich einen geringeren Stellenwert besitzt", so Riedl-Wiesinger. Die Ansprüche der Unternehmen und die Ausbildung der Beschäftigten würden bereits deutlich auseinanderklaffen. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen hätten Angst, bei vermehrten Weiterbildungsmaßnahmen gutqualifizierte Mitarbeiter zu verlieren.
Nur 26 Prozent der Beschäftigten von Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern hat in den vergangen zwei Jahren eine Weiterbildung gemacht, während sich 53 Prozent der Arbeitnehmer von Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeiter weitergebildet haben.
Erwerbstätige ohne Weiterbildungsambitionen sehen vor allem keinen unmittelbaren Nutzen im Lebenslangen Lernen: "Weil es nicht notwendig ist" (46 Prozent), "weil ich mit meiner Ausbildung zufrieden bin" (17 Prozent) und "weil ich keine Zeit habe" (12 Prozent) begründen die Befragten ihre Weiterbildungs-Abstinenz.
Gut ausgebildete lernen lieber
Deutlich sichtbar ist auch das Bildungsgefälle: Über 60 Prozent der Erwerbstätigen mit einfacher Schulbildung haben an keinen Weiterbildungskursen oder Schulungen teilgenommen, bei Maturanten und Uniabsolventen liegt dieser Wert hingen nur bei 36 Prozent.