Jeder sechste Flug aus Wien startet unplanmäßig

Die Reisenden mussten bis zu zwei Stunden Verspätung in Kauf nehmen.
Die Reisenden mussten bis zu zwei Stunden Verspätung in Kauf nehmen.Bild: picturedesk.com

Tausende Passagiere heben täglich von Österreichs Flughäfen ab - einige davon verspätet. "AirHelp" hat die sechs größten Flughäfen Österreichs analysiert.

Jeder sechste Flug aus Wien startete im ersten Halbjahr 2017 unplanmäßig. Besonders pünktlich reisen Fluggäste aus Linz.

17,6 Prozent der über 50.000 Flüge aus Wien starteten im ersten halben Jahr 2017 nicht nach Plan. Damit ist der Wiener Flughafen der unpünktlichste Airport der Untersuchung. In Salzburg hoben knapp 16 Prozent der Flüge nicht planmäßig ab, in Innsbruck etwas mehr als 14 Prozent.

Entschädigungen bei Flugproblemen: 24 Millionen Euro

Flugausfälle- und Verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro berechtigen. Insgesamt steht österreichischen Fluggästen eine Entschädigungssumme von über 24 Millionen Euro allein aus dem ersten Halbjahr 2017 zu. Weitere Infos: airhelp.com



Die Höhe der Entschädigungszahlungen ist abhängig von der Länge der Verspätung am Zielort, der Flugdistanz sowie des Grundes für die Verspätung oder den Ausfall. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin durchsetzen.

Linz und Graz: Hier fliegen Österreicher am pünktlichsten

Am pünktlichsten starteten Flugreisende in diesem Jahr vom Flughafen in Linz. Über 90 Prozent aller Flüge starteten hier wie geplant in die Luft. In der Landeshauptstadt der Steiermark, Graz, waren es immerhin noch 87,5 Prozent aller Flüge.

Knapp 58 Flüge pro Tag unpünktlich

Insgesamt hoben etwas mehr als 10.000 Flüge im ersten Halbjahr 2017 unplanmäßig von den sechs größten Flughäfen Österreichs ab. Das macht einen Schnitt von knapp 57 verspäteten Flügen pro Tag. Allein in Wien sind bis zum Juli 2017 mehr als 9.000 Flüge nicht wie geplant gestartet.

Ländervergleich: Österreichs Airports pünktlicher als deutsche

Im Ländervergleich schneiden die österreichischen Airports gut ab. Im Vergleich mit den 13 größten deutschen Flughäfen haben die Österreicher die Nase vorn. Während hierzulande knapp 83 Prozent aller Flüge planmäßig in die Luft stiegen, waren in Deutschland nur etwa 80 Prozent aller Flüge pünktlich.

Adrian Kreller, österreichischer Country Manager von AirHelp, kommentiert die Analyse: "Natürlich ist es auffällig, dass der größte Flughäfen des Landes besonders viel mit verspäteten und ausgefallenen Flügen zu kämpfen hatte. Diese Probleme im Flugbetrieb können aber bereits durch vorherige Flüge oder unvorhersehbare Ursachen wie Unwetter entstanden sein. Dennoch: Österreichische Reisende hatten bereits im ersten Halbjahr des Jahres Anspruch auf über 24 Millionen Euro Entschädigungen. Unserer Erfahrung nach fordern jedoch nur etwa zwei Prozent aller Reisenden dieses Geld auch ein. Wir von AirHelp unterstützen Passagiere dabei ihr Recht durchzusetzen und ziehen wenn nötig auch vor Gericht für sie"

Entschädigungsanspruch noch am Gate prüfen

Mit der AirHelp-App können betroffene Passagiere noch am Flughafen prüfen, ob ihr Flug zu einer Entschädigung berechtigt. Dafür reicht es das Bordticket mit dem App-internen Boarding-Pass-Scanner einzuscannen. Anschließend haben Passagiere zudem die Möglichkeit AirHelp damit zu beauftragen ihr Recht auf eine Entschädigung bei der Airline Geltend zu machen. Die AirHelp-App gibt es gratis im Google Play Store und im App-Store von Apple.

(red)

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