Jeder zweite Haushalt ohne Lebensversicherung

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Jeder zweite heimische Haushalt verfügt nicht über eine private Lebensversicherung, und sogar rund 60 Prozent der Österreicher haben keine private Unfallversicherung.

Eine private Kranken-Zusatzversicherung hat nur jeder Vierte abgeschlossen, geht aus einer neuen Branchenanalyse des Linzer Imas-Instituts hervor. Vor allem Wiener versichern sich seltener, speziell zu Unfall oder Rechtsschutz.

Deutlich häufiger werden die genannten Assekuranzprodukte von 30-bis 49-Jährigen erworben, ebenso von Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 2.600 Euro monatlich sowie von Haushalten mit vier oder mehr Personen (bzw. mit Kindern), erbrachte die Stichproben-Befragung von 8.000 über 14-Jährigen.

Gedämpfter könnten sich künftig Produkte wie die Zukunftsvorsorge entwickeln, erklärte Imas im Hinblick auf die bevorstehende Kürzung der staatlichen Förderung. Weiter an Relevanz gewinnen würden dagegen Pflegeversicherungen, ausgelöst durch den demografischen Wandel.

Nur etwa jeder zehnte Österreicher wählt seine Versicherungen selbst aus bzw. schließt sie über Online-Portale ab (12 Prozent), in Wien aber immerhin jeder Fünfte. Die meisten Kunden nutzen einen Versicherungsvertreter (häufiger Frauen sowie Personen über 60) oder Versicherungsmakler; dabei werden Vertreter bevorzugt, die meist nur an eine Versicherung gebunden sind (61 Prozent), unabhängige Makler nutzen nur 17 Prozent. Und nur jeder zehnte Versicherungsnehmer wickelt seine Polizzen über seine Hausbank ab, die Wiener zeigen hier eine engere Verbundenheit mit ihrer Hausbank.

Den höchsten Bekanntheitsgrad unter den Anbietern, aber auch tatsächlich die weiteste Verbreitung, weist die UNIQA auf, gefolgt von Wiener Städtische, Generali, Wüstenrot und Allianz.

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