Jeff Bezos knackt als Erster die 200 Milliarden

Seit 26. August 2020 verfügt Jeff Bezos über ein Vermögen von 204,6 Milliarden Dollar.
Seit 26. August 2020 verfügt Jeff Bezos über ein Vermögen von 204,6 Milliarden Dollar.Reuters
Er war schon der reichste Mensch der Welt – seit Mittwoch ist er noch reicher: Amazon-Gründer Jeff Bezos ist  nun über 200 Milliarden Dollar schwer.

Die Flut von Online-Bestellungen in der Corona-Krise hat Amazon-Chef Jeff Bezos noch reicher gemacht: Wie das Wirtschaftsmagazin Forbes berichtet, beträgt sein Vermögen seit Mittwoch 204,6 Milliarden Dollar. Damit ist Bezos weltweit der erste Mensch, der einen Reichtum in dieser Größenordnung angehäuft hat.

Am Mittwochnachmittag stieg die Amazon-Aktie um zwei Prozent, was dazu führte, dass auch das Nettovermögen von Bezos um 4,9 Milliarden Dollar zunahm. Bereits am 21. Juli hatte Bezos sein Vermögen um rekordhafte 13 Milliarden Dollar gesteigert. Das war der größte Sprung innerhalb eines einzigen Tages, den der Milliardärs-Index von Bloomberg je verzeichnet hatte.

Bezos’ Vermögen wiegt so viel wie 20 Blauwale

Würde der reichste Mann der Welt auf einen Schlag sein gesamtes Vermögen in Bargeld umwandeln, bräuchte er viel Platz – und Kraft: Der Geldhaufen würde über 2.000 Tonnen wiegen. Die größte Dollar-Note ist der 100er, der rund 1 Gramm wiegt. Damit wären 204,6 Milliarden Dollar in Hunderternoten etwa so schwer wie 20 Blauwale zusammen.

Selbst wenn Bezos sein Vermögen in Form von 2 Milliarden Hunderternoten zusammentragen würde, könnte er das Geld nicht selber zählen. Nur um von eins auf eine Million zu kommen, brauchte der Rekordhalter Jeremy Harper im Jahr 2007 insgesamt 89 Tage. Hochgerechnet bräuchte der Milliardär über 460 Jahre, um sein Geld zu zählen. Selbst wenn er nie schlafen würde und pro Sekunde eine Zahl sagen könnte, würde es noch 60 Jahre dauern.

Amazon mit Rekordergebnis

Der Online-Riese stellte in den vergangenen Monaten weltweit allein 175.000 Menschen ein, um die explodierende Nachfrage bedienen zu können. Jeff Bezos sprach von einem "sehr ungewöhnlichen Quartal".

Das "ungewöhnliche Quartal" machte Bezos als größten Anteilseigner noch reicher: Amazon-Aktien haben dieses Jahr bereits 60 Prozent an Wert gewonnen, im nachbörslichen Handel in den USA legten sie um weitere fünf Prozent zu.

Allein der Umsatz der Amazon-Online-Stores schoss im Quartal um 48 Prozent auf 45,9 Milliarden Dollar in die Höhe. Amazon profitierte aber auch von einem weiteren Effekt der Corona-Krise. Zahlreiche Angestellte arbeiten vom Home-Office aus, die Cloud-Dienste des US-Riesen legten dadurch ebenfalls zu. Der Umsatz der Amazon Web Services (AWS) kletterte um fast 29 Prozent auf über zehn Milliarden Dollar. Auch Konkurrent Google profitierte vom Trend zum Arbeiten aus dem heimischen Räumen.

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