Wienerin: "Habe die größten Silikon-Brüste Österreichs"

Jessy (21) hat sich für ihre optische Verwandlung schon mehrere Male unters Messer gelegt. Doch für die Schönheit musste sie einen hohen Preis zahlen.

"Ich bin unfassbar glücklich mit meinem Körper und es ist ein so wertvolles Gefühl, wenn man in der Früh aufsteht und sich einfach in seiner Haut wohlfühlt. Jetzt fühle ich mich einfach super und das ist ganz toll", erzählt Jessy sichtlich erleichtert und mit einem Lächeln im Gesicht.

Doch das war nicht immer so! Als Jugendliche habe sie sich nie wirklich gefallen und sei auch nicht zufrieden mit ihrem Aussehen gewesen. Im Gespräch mit "Heute" erzählt die 21-jährige Wienerin, die mit Busenfreundin "Vienna" zusammenlebt, dass sie schon in jungen Jahren das Künstliche mochte.

"Hatte Oberkörper von einer alten Frau"

Vor wenigen Jahren hatte Jessy noch dunkle, kurze Haare oder auch Dreadlocks und viele Piercings. "Aber das war alles, was ich eigentlich nicht sein wollte. Ich habe dann zwar immer versucht, stark und cool zu sein, aber das war nicht wirklich ich", gibt die junge Frau ganz offen zu.

Sie habe früher vor allem deshalb so ausgesehen, um ihren Eltern zu gefallen. Wohl fühlte sich Jessy in ihrer Haut aber nicht. "Ich hatte einen Oberkörper von einer alten Frau", sagt die 21-Jährige zu "Heute". Ihre Eltern seien in der Erziehung sehr konservativ und auch alternativ gewesen. "Alles Feminine war ganz böse", so Jessy. Bereits ein Sommer-Top mit Ausschnitt, sei "ganz schlimm" für ihre Eltern gewesen.

Ein und dieselbe Person: Jessy als Jugendliche links und nach ihrer Verwandlung.
Ein und dieselbe Person: Jessy als Jugendliche links und nach ihrer Verwandlung.Instagram/ Jessy Bunny

"Ich habe dann Seidenschals bekommen, damit man ja nichts sieht", erinnert sich die junge Frau an eine schwierige Zeit in ihrem Leben zurück. "Schon Makeup war schlimm, alles war schlecht." Daher sei sie im Alter von 17 Jahren von zu Hause weg. Nach dem Auszug fing Jessy mit Sport an – langsam begann sie sich dadurch wohler zu fühlen. "Ich fand es immer schön, feminin auszusehen", erzählt sie weiter.

Erste Brust-OP mit 18 Jahren

Aussehen spielt im Leben von Jessy generell eine große Rolle. "Das Optische ist mir schon sehr wichtig, denn es macht mich auch glücklich und es gehört für mich zum Glücklichsein dazu", so die 21-Jährige. Vor drei Jahren entschied sich die damals 18-Jährige daher für ihre erste Schönheitsoperation, um ihr Aussehen zu verändern. "Ich habe mir die Brust auf 400cc (Anm. 400 Kubikzentimeter pro Seite) vergrößern lassen", sagt die Wienerin.

Das Geld hatten ihre Eltern eigentlich für Jessys Führerschein gespart, doch die junge Frau hatte andere Pläne damit. Mit der Brust-OP hätten Mama und Papa zwar keine große Freude gehabt, aber sie hätten Verständnis gezeigt. Zumindest am Anfang. Denn als Jessy sich schließlich auch noch ihre Lippen aufspritzen ließ und freizügige Fotos in den Sozialen Medien postete, sei das Fass bei ihren Eltern übergelaufen.

"Die erste Brust-OP war ok, aber die Lippen waren für sie zu viel", erzählt Jessy. Denn die Eingriffe entsprachen nicht dem Schönheitsideal ihrer Eltern. "Es hat ihnen nicht gefallen und sie haben zu mir gesagt: 'Das sieht schlimm und fürchterlich aus und so kannst du nicht rumlaufen.'" Und auch von ihren anderen Familienmitgliedern seien die Reaktionen negativ gewesen. Verständnis gab es keines.

Eine Frage der Schönheit

Trotz der Tatsache, dass Jessy immer wieder ihrer Familie erklärt hatte, dass sie sich in ihrem früheren Ich als Jugendliche nicht gefallen habe. "Die Brust hätten sie noch verstehen können, aber die Lippen war das Schlimmste, was ich in ihren Augen tun hätte können. Auch wenn ich mich nicht in meinem Körper wohlgefühlt habe, konnten sie diesen Schritt von mir nicht verstehen." Ihre Eltern verstanden unter Schönheit nämlich etwas anderes als ihre Tochter.

Doch nach ihrer ersten Brust-Operation und der Lippenaufspritzung hatte Jessy noch nicht genug. Die Wienerin legte sich daher mit 19 Jahren ein weiteres Mal unters Messer und ließ sich erneut ihre Oberweite vergrößern – diesmal wurde ein Silikon-Implantat von 1.300cc eingesetzt. Und die junge Wienerin fing an, immer mehr Gefallen an dem sogenannten "Bimbo"-Look zu finden.

Bei "Bimbo" handelt es sich um einen englischen Slangausdruck und bezeichnet eine attraktive, aber einfältige Frau. "Quasi das dumme Blondchen", erklärt Jessy gegenüber "Heute". "So in Richtung Barbie". Die Community hinter dem "Bimbo"-Look stehe auf das extrem Künstliche, auf den Plastik-Look. Eine "Bimbofication" sei schließlich die Verwandlung von Natürlich zu Ultra-Fake. "Wie eine Extremstufe von Barbie."

Körbchengröße 75N

Es folgen in den kommenden Jahren daher noch weitere Eingriffe, um den Körper von Jessy weiter zu optimieren und ihrem Schönheitsideal anzupassen. Mittlerweile bringt es die junge Frau aus der Bundeshauptstadt auf drei Brust-Operationen und besitzt Körbchengröße 75N – oder elf Mal D! Außerdem hat die 21-Jährige mehrere Lippenaufspritzungen, eine Nasen- und Po-Operation hinter sich sowie eine Buccalfettentfernung (Anm. Wangenfett) und einen Brazilian Butt Lift (Anm. Po wird mit Bauchfett vergrößert).

"Seit den Operationen habe ich zwar zehn Kilogramm zugenommen, aber mein Bauch ist weiter flach, weil das Fett am Po nachwächst", lacht Jessy. Daneben habe sie sich auch ihre Schamlippen mit Fett aufspritzen lassen. Von der einstigen Jugendlichen mit dunklen, kurzen Haaren und einer Körbchengröße von Doppel A ist wenige Jahre später nicht mehr viel zu sehen – die Wienerin hat in nur drei Jahren eine unglaubliche Verwandlung durchgemacht.

So sieht Jessy – oder auch Jessy Bunny – im Jahr 2022 aus.
So sieht Jessy – oder auch Jessy Bunny – im Jahr 2022 aus.Instagram/ Jessy Bunny

Mehr als 50.000 Euro hat die Wienerin bereits für Beauty-OPs ausgegeben, doch für ihre Schönheit musste sie einen hohen Preis zahlen – und zwar nicht nur einen finanziellen! "Wegen meiner Beauty-OPs will meine Familie keinen Kontakt mehr zu mir", erzählt Jessy traurig. Mit ihrer Großmutter würde sie zwar noch ab und zu ein wenig reden, "aber nach drei Minuten wimmelt sie mich ab."

"Wenn ich mich melde, werde ich abgeblockt. Das ist wirklich traurig, denn ich wäre offen und bereit, Kontakt zu haben. Vor allem zu meinem Bruder und Großeltern hätte ich gerne Kontakt. Ich habe ihnen immer wieder geschrieben, doch nie eine Antwort bekommen", erklärt die 21-Jährige weiter, die das Verhalten und den Kontaktabbruch ihrer Familie nur aufgrund ihrer äußerlichen Veränderungen nicht verstehen kann.

Ein (Erotik-) Stern geht auf

Jessy verstehe zwar, dass ihre Eltern gerne ein anderes Bild von ihrer Tochter gehabt hätten, sie selbst sei aber eben erst jetzt richtig glücklich. Doch das Aussehen ist wohl nicht der einzige Grund, warum die 21-Jährige keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat. Denn auch mit der Berufswahl ihrer Tochter sind Mama und Papa alles andere als zufrieden. "Sie hätten gerne, dass ich einen sozialen Beruf ausüben würde, doch das möchte ich nicht", erklärt Jessy.

Jessy Bunny auf Social Media

Instagram: Jessy.Bunny.official

TikTok: Jessy.Bunny.official

YouTube: Jessy Bunny

Telegram: Jessys Bunnyhole

Stattdessen verdient die Wienerin als Erotik-Model Geld – und zwar gutes Geld! Denn mit freizügigen Fotos und Videos lässt sich etwa auf der Plattform "OnlyFans" richtig viel Zaster verdienen. Daneben würde sie auch Videochats mit Usern veranstalten, "es kommt zwar immer wieder vor, aber darin liegt nicht der Hauptfokus." Neben Instagram und YouTube ist Jessy auch auf TikTok zu finden, wo sie auch Kochvideos veröffentlicht.

Wie viel Geld für Jessy dabei rumkommt, möchte sie zwar nicht verraten, "aber wir sprechen von einer fünfstelligen Summe." Und die steckt die 21-Jährige großteils wieder in ihren Körper. Denn Jessy hat noch nicht genug und ist auch nicht komplett zufrieden – vor allem mit ihrer Oberweite.

"Kann meine Füße nicht mehr sehen"

"Ich möchte meine Brüste auf alle Fälle auf 3.000cc auffüllen lassen", verrät Jessy. Die vierte Brust-Operation sei dabei noch in diesem Jahr geplant. Und danach ist Schluss? "Sag niemals nie. Aber ich kann mir auf alle Fälle noch mehr vorstellen", schmunzelt die Wienerin. "Ich habe aber mit Sicherheit schon jetzt die größten Silikon-Brüste Österreichs." Ihre Brüste seien mittlerweile so groß, dass sie ihre "Füße nicht mehr sehen" könne.

Und Busenfreundin Vienna scherzt: "Ihre BHs kann man mittlerweile als Hut tragen!" Unterwäsche – vor allem Büstenhalter – muss Jessy dabei speziell an ihre Maße anfertigen lassen. Und das hat natürlich auch seinen Preis. So muss die 21-Jährige für einen BH schon tief in die Tasche greifen und mit etwa 100 Euro pro Stück rechnen – inklusive eines verstärkten Rahmes, damit alles auch wirklich an seinem Platz bleibt.

Das Einkaufen von Kleidung fällt da schon ein wenig leichter – zumindest ein wenig! "T-Shirts, Hosen und Pullis müssen einfach elastisch bzw. dehnbar sein, dann ist das kein Problem", lacht Jessy. In günstigeren Kleidungsgeschäften sei die Auswahl dabei oft größer, teure Stores seien da schon schwieriger. "Ich habe mir ein Versace-Kleid gekauft und da habe ich nicht reingepasst. Der Knopf war gleich kaputt."

Zum Glück hat Jessy aber noch jede Menge anderer Outfits, in denen sie ohne große Probleme reinpasst – mit einer noch größeren Oberweite könnte das aber noch etwas schwieriger werden. Die nächste Operation dürfte jedenfalls nicht mehr lange auf sich warten lassen, die Verwandlung zur Barbie ist nämlich noch nicht abgeschlossen.

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