Jesus erlöste am Kar- samstag Tiere in Linz

Bild: martinballuch.com
40 bis 50 Tierschützer haben laut Polizei am Karsamstag in der Linzer Innenstadt demonstriert. Nachdem die ursprünglich geplante Kreuzigung von als Rind, Schwein und Huhn maskierten Akteuren polizeilich verboten worden war, verzichteten die Aktivisten allerdings auf die hölzernen Kruzifixe.
Nachdem die ursprünglich geplante Kreuzigung von als Rind, Schwein und Huhn maskierten Akteuren polizeilich verboten worden war, verzichteten die Aktivisten allerdings auf die hölzernen Kruzifixe.

Organisiert wurde die Aktion vom Verein RespekTiere aus Salzburg. Die Tierschützer begründen sie mit christlichen Motiven: Sie sehen Jesus auch als Erlöser der Tiere und wollen "seinem Kreuzigungstod daher ein Tiergesicht geben". Man sei "zutiefst davon überzeugt, dass das Christentum auch Rechte für Tiere miteinschließt".

Die Landespolizeidirektion OÖ hatte die Aktion in der ursprünglich angemeldeten Kreuzigungs-Variante aber untersagt. Die Begründung: Man könne eine Herabwürdigung christlicher Lehren in Zeiten religiöser Hochfeiertage wie Ostern nicht zulassen.

"Keine Herabwürdigung religiöser Ehren"

Der Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), Martin Balluch, sieht das naturgemäß anders: Die Karsamstags-Aktion finde seit Jahren statt. Zwar habe es immer wieder Anzeigen gegen Protagonisten gegeben, die Staatsanwaltschaft habe die Verfahren aber stets eingestellt. Zudem habe 2009 die damalige Justizministerin () auf eine parlamentarische Anfrage hin klargestellt, dass es sich bei dieser Aktion um keine Herabwürdigung religiöser Lehren handle, so Balluch.

Die Tierschützer wollten daher nicht auf die diesjährige Aktion verzichten und hielten sich an die Auflagen der Polizei: Anstatt von Kruzifixen wurden Holzbalken verwendet, es wurde keine Kreuzigung nachgestellt. Die Aktivisten zogen laut Exekutive friedlich durch die Innenstadt und machten immer wieder bei Kirchen, aber auch vor einem Fast-Food-Lokal oder einem Kleidungsgeschäft, in dem auch Pelze verkauft werden, halt, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
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