Jetzt amtlich: Frühling brachte Rekordkälte!

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Die Temperatur im Frühling lag zwar nur um 0,4° C unter dem vieljährigen Mittel. Aber es war der kühlste Frühling seit dem Jahr 2006. Regen- und Schneemengen brachten den Frühling unter die sieben niederschlagsreichsten seit dem Jahr 1858. Beachtlich auch die wenigen Sonnenstunden. Es war österreichweit gesehen der trübste Frühling seit dem Jahr 1991. Das Wochenende wird trüb und nass und wird an manchen Orten Überschwemmungen bringen.

Der Frühling lag nur um 0,4° C unter dem vieljährigen Mittelwert (1981-2010). Das ergibt in der Reihe der kältesten Jahre seit 1767 Platz 171. Laut Alexander Orlik, Klimatologe an der ZAMG war der Frühling in den letzten Jahren aber durchwegs wärmer. "Wir haben heuer den kühlsten Frühlings seit dem Jahr 2006 erlebt. Was aber sicher noch viel mehr zum Eindruck eines ungewöhnlich schlechten Frühlings beigetragen hat, war die Kombination aus viel Regen und wenig Sonnenschein."

Dieser Frühling war einer der sieben feuchtesten der Messgeschichte und der trübste seit dem Jahr 1991!

Unter den 7 nassesten Frühlings seit 1858

Österreichweit gesehen fiel um 35 Prozent mehr Niederschlag als im vieljährigen Mittel (1981-2010). Somit gehört der Frühling 2013 zu den sieben niederschlagsreichsten der letzten 155 Jahre. Ähnlich nass war es in der jüngeren Vergangenheit in den Jahren 2006 und 1972. Den meisten Niederschlag registrierte die ZAMG im Frühling 2013 von Osttirol über Kärnten bis ins Südburgenland, mit einem Plus von 50 bis 100 Prozent im Vergleich zum vieljährigen Mittel. Im Bereich der Lienzer Dolomiten und der Gailtaler Alpen gab es sogar um bis zu 130 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel.

Sonnenschein: So wenig wie seit 1991 nicht mehr

Die Sonnenscheindauer lag österreichweit gesehen um etwa 10 Prozent unter dem vieljährigen Mittel. Das bedeutet, dass der Frühling 2013 der sonnenärmste seit dem Jahr 1991 war.

Schnee: regionale Unterschiede

Nicht einheitlich war der Frühling in Bezug auf Schnee. Linz zum Beispiel lag mit sechs Tagen mit Schneedecke um 40 Prozent über dem vieljährigen Mittel, Innsbruck dagegen lag mit ebenfalls sechs Tagen mit Schneedecke um 20 Prozent unter dem Mittel. Klagenfurt lag mit 21 Schneedecken-Tagen um 140 Prozent über dem Mittel. Herausragend in Wien war die Tatsache, dass sich der Schnee mehr als 5 Zentimeter hoch Ende März/Anfang April mehr als einen Tag hielt. Das kommt durchschnittlich nur etwa alle 15 Jahre vor.

Die Extremwerte im Frühling 2013
Höchste Temperatur: 29,3° C am 26. April in Langenlois (N, 207 m)

Tiefste Temperatur: minus 27,1° C am 15. März am Brunnenkogel (T, 3440 m)

Tiefste Temperatur an einem bewohnten Ort: minus 19,0° C am 16. März in Seefeld (T, 1182 m)

Meister Niederschlag: 630 Millimeter am Loiblpass (K, 1097 m)

Wenigster Niederschlag: 130 Millimeter in Stockerau (N, 203 m)

Meister Sonnenschein: 600 Stunden in Bruckneudorf (B, 166 m)

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