Welt

Jetzt äußert sich Putin zur Nordkorea-Krise

Der russische Präsident Wladimir Putin bezog am Freitag Stellung zum Nordkorea-Konflikt und warnte vor einer Ausweitung dessen.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:21

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel hat sich nach Ansicht des russischen Präsidenten Wladimir Putin in jüngster Zeit verschärft und drohe in einen "Konflikt größerer Ausmaße" auszuarten. Nordkorea könne nur ohne Vorbedingungen und ohne Druck zum Dialog über die Einstellung seines Atom- und Raketenprogramms bewegt werden.

Alle Versuche, Pyongyangs Programme mit Druck zu stoppen, hätten "keine Perspektive", sagte Putin nach Angaben russischer Agenturen in einer Erklärung, die in der Nacht zum Freitag vom Kreml verbreitet wurde.

"Direkter Dialog"

"Man muss die Probleme der Region mit einem direkten Dialog alles interessierten Länder lösen, ohne jede Vorbedingungen." Alle Provokationen, jeder Druck, jede kriegerische Rhetorik seien "der Weg ins Nichts." Er reagierte damit auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der am Mittwoch auf Twitter geschrieben hatte: "Reden ist nicht die Lösung."

Putin äußerte sich vor einem Gipfel der vier großen Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC), der am Sonntag im chinesischen Xiamen beginnt. Moskau und Peking schlagen zur Beilegung des Konflikts vor, dass die USA und Südkorea künftig auf gemeinsame Militärmanöver verzichten und Nordkorea im Gegenzug seine Raketentests einstellt.

Am Dienstag hatte Nordkorea eine Mittelstreckenrakete über Japan hinweg in den Pazifik gefeuert. Die USA und Südkorea hatten daraufhin zwei Tage später Kampfflugzeuge über der koreanischen Halbinsel aufsteigen lassen und damit militärische Stärke demonstriert. (red)

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