Linz bleibt rot, Wels wird blau. Jetzt stellt sich die Frage: Wie werden sich die Ergebnisse der Bürgermeister-Wahlen auf die Politik in den beiden größten Städten Oberösterreichs auswirken?
"Wir wollen eine Neuaufteilung der Ressorts", so der unterlegene Bürgermeisterkandidat Bernhard Baier von der ÖVP zu "Heute". Eine Änderung der Ressorts will auch die SPÖ, allerdings etwas anders: "Wir hätten gerne das Wirtschaftsressort", sagt Bürgermeister Klaus Luger.
In Wels beginnen jetzt die Gespräche, die Blauen stellen nach der Mehrheit im Gemeinderat nun mit Rabl auch den Bürgermeister. Dieser kündigt in "Heute" an: "Ich rede jetzt mit allen Parteien."
LH Josef Pühringer (ÖVP): Generell zu den Stichwahlen: "Wir haben insgesamt drei Bürgermeister mehr als 2009 – das ist eine beachtliche Leistung, wenngleich einige Verluste schmerzen.“ Zur Linz-Stichwahl: "Die 39 Prozent von Bernhard Baier sind mehr als ein Achtungserfolg." Zu Wels: "Ich nehme Wahlergebnisse zur Kenntnis."
Wolfgang Hattmannsdorfer (OÖVP-Geschäftsführer): "Die OÖVP ist die bestimmende Kraft in der oberösterreichischen Kommunalpolitik – mit insgesamt 331 Bürgermeistern und sieben ,umgedrehten’ Gemeinden. Ich gratuliere den OÖVPKandidaten ganz herzlich."
Manfred Haimbuchner (FPÖ): "Ich gratuliere Andreas Rabl zu seinem großartigen Erfolg. Damit stellt die FPÖ in Oberösterreich in den kommenden sechs Jahren zwölf Bürgermeister. Damit ist für mich klar, dass die Menschen Veränderungen wollen. Freiheitliche Inhalte müssen erkennbar umgesetzt werden."
Reinhold Entholzer (SPÖ): Zu Wels: "Der Verlust schmerzt natürlich sehr. Leider hat sich diese Angstschürerei durchgesetzt. Jetzt werden wir sehen, ob der FPÖ-Bürgermeister das Image der Stadt Wels, das sie ja selbst sehr beschädigt haben, in den nächsten Jahren wieder aufpolieren kann." Zu Linz: "Klaus Luger hat eine tolle Übernahme des Amtes gemacht. Es war auch zum richtigen Zeitpunkt – um zeigen zu können, dass er Führungsqualitäten hat."
Peter Binder (SPOÖ-Geschäftsführer): "Die Erfolge unserer Bürgermeister haben uns gezeigt, dass wir mehr auf sie hören sollten. Sie wissen, was die Menschen wollen. Das Ergebnis in Linz von Klaus Luger ist natürlich für uns sehr erfreulich und macht Mut."