Jetzt geht die Kälte erst richtig los

Auch am Mittwoch bibberte ganz Österreich. Die Quecksilbersäule ist an manchen Orten in den zweistelligen Minus-Bereich gefallen, aber so "richtig" kalt soll es am Wochenende werden.

Auch am Mittwoch bibberte ganz Österreich. Die Quecksilbersäule ist an manchen Orten in den zweistelligen Minus-Bereich gefallen, aber so "richtig" kalt soll es am Wochenende werden.



Schlimmer machen wird das alles noch der Wind, der im Osten lebhaft sein wird. Durch den sogenannten Chill-Faktor sinkt die gefühlte Temperatur dadurch noch weiter.
Ein großer Unsicherheitsfaktor ist, ob am Wochenende auch Schnee im Großraum Wien fallen wird. Sollte dies der Fall sein, würde durch diese Schneedecke vermehrt Wärme ins All abgestrahlt. Zudem könnte keine Bodenwärme - in 15 Zentimeter Tiefe hat es ein Grad Plus - für Ausgleich sorgen. Die Folge: Es würde noch empfindlich kälter!
Die Tiefsttemperaturen von minus 25 Grad in einigen Tälern und minus 11 Grad in den größeren Städten lassen einen um seine Nasenspitze fürchten. Freude mit der Kälte haben aber die Eisläufer, von denen am Mittwoch einige bereits im Uferbereich des Neusiedlersees unterwegs waren. Die Hohe Warte empfiehlt aber, auf Nummer sicher zu gehen und der Eisdecke noch ein, zwei Tage Zeit zur Stabilisierung zu lassen. Am Wochenende sollte man auch auf der Alten Donau seine Runden drehen können.

Noch reichen die Kälte-Werte aber nicht einmal annähernd an die Rekordwerte Österreichs heran.



Ort
Bundesland
Seehöhe

[m]
Temperatur

[°C]
Datum


Schoppernau
Vorarlberg
835
-31,0
10.02.1956


Seefeld
Tirol
1200
-32,5
02.02.1956


Tamsweg
Salzburg
1026
-31,8
03.02.1956


Aspach
Oberösterreich
440
-33,2
08.01.1985


Zwettl
Niederösterreich
506
-36,6
11.02.1929


Wien-Mariabrunn
Wien
225
-29,1
24.01.1942


Güssing
Burgenland
219
-29,0
31.01.1950


Admont
Steiermark
620
-33,0
30.12.1939


Weissensee
Kärnten
946
-30,0
23.01.1963


Sonnblick
Rekorde inkl. Berge
3106
-37,4
02.01.1905



Quelle: ZAMG

Ein Blick in die Kristallkugel

Am 2. Februar ist Lichtmess. Ein wichtiger Scheidetag, glaubt man der Bauernregel:

"Sonnen sich Fuchs und Dachs in der Lichtmess-Woche, gehen sie vier Wochen noch ins Loche."

Die Wisenschaftler der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik waren sich nicht zu gut, diese alte Weisheit nachzuprüfen. Das Ergebnis: Die Trefferquote ist ausgesprochen schlecht. Ein Vergleich der Daten der letzten 50 Jahre in Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt ergab, dass nur die alte Bauernregel nur jedes zweite Mal stimmt.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Spätestens seit dem Film mit Bill Murray weiß man, dass wenn die Sonne scheint und Murmeltier Punxsutawney-Phil einen Schatten wirft, der Winter noch sechs Wochen anhalten wird.

Phil, der Ahnungslose

Auch diesem Mythos sind die Meterologen von der ZAMG auf den Grund gegangen. Dieser Brauch geht wahrscheinlich auf die Lichtmess-Regeln der deutschen Einwanderer in die USA zurück. Bei Murmeltier Phil ist die Trefferquote sogar noch schlechter als bei unserer Bauernregel. Nur in 40 Prozent der Fällen weiß Phil, wovon er "spricht".

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