Erst jetzt, Ende Jänner, entschließt sich der Winter über Österreich hereinzufallen. Die Meteorologen prognostizieren ab Freitag winterliche Temperaturen und Schnee. Die Winterdienste stehen in den Startlöchern. Trotzdem wird ein Verkehrchaos - wie jedes Mal, wenn es schneit - erwaret.
Umfangreiche und kompakte Bewölkung bringt bereits am Freitag über nahezu allen Landesteilen Schneefall, am häufigsten und teils ergiebig schneit es im Westen und Süden - bis zu 20 Zentimeter sind zu erwarten. "Wien wird eher nur angezuckert sein", sagt der Meteorologe Michael Beisenherz von Ubimet im GEspräch mit Heute.at.
Am Samstag zieht sich die Störung zurück, inneralpin und nördlich der Alpen schneit es zeitweise noch leicht, bis zum Abend wird der Schneefall dann immer seltener. Am Sonntag überwiegen den ganzen Sonntag hindurch dichte Wolken und es ist wieder mit Schneefall bis zu weiteren 20 Zentimetern und Schneeregen zu rechnen.
Die 1.400 Mitarbeiter der 43 ASFINAG Autobahnmeistereien sind laut Aussendung vorbereitet, die Salzlager bis zum Rand gefüllt.
Viele werden sich am Wochenende in Richtung Skipiste aufmachen. Vor allem am Samstag kann es sich auf diesen Straßen stauen:
In Tirol auf der Fernpassstrecke (B179) im gesamten Verlauf, im Zillertal (B169) und auf der S16, der Arlbergschnellstraße, zwischen Zams und Pians vor dem Perjentunnel und dem Pianner Tunnel. - In Vorarlberg auf der Arlbergschnellstraße (S16) zwischen Wald und Dalaas vor dem Dalaaser Tunnel und auf der Rheintalautobahn (A14) vor dem Pfändertunnel bei Bregenz.
Staugefahr gibt es in Salzburg abschnittsweise auf der B311, der Pinzgauer Straße, zwischen Saalfelden und Lofer und zwischen Bischofshofen und Lend.
In Bayern sind die meisten Schiurlauber über das große Deutsche Eck unterwegs. Das bedeutet Verzögerungen auf den Autobahnen A8, München - Salzburg, und A93, Rosenheim - Kiefersfelden.
Rekordwärme im Winter
Dieser Winter ist bislang viel zu warm verlaufen. Schon seit Oktober liegen die Temperaturen im roten Bereich. Seit Wochen herrschen Temperaturen in Österreich, wie sie sonst erst für den März üblich sind. Eine solche Witterung gab es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen etwa zwanzigmal, wie etwa im Winter 1989/90, 2000, oder 2006/2007, als Kyrill über Österreich fegte.
Vögel suchen Nistplätze
Die Folgen: Allergiker spürten die ersten Pollen, Zecken wurden wieder aktiv, und die ersten Vögel begannen seit Weihnachten, nach Nistplätzen zu suchen. Zu hören seien unter anderem Kohlmeisen und Blaumeisen. Ein plötzlicher Kälteeinbruch wäre kein Drama - dann ziehen die Vögel weiter gen Süden oder gehen in den Städten verstärkt auf Futtersuche. In der Landwirtschaft könnte der milde Winter noch für einige Probleme sorgen. Wenn die Wintersaaten zu früh wachsen, könnte der Spätfrost im Frühjahr den jungen Trieben gefährlich werden