Der Norweger Henrik Kristoffersen siegt vor Loic Meillard und Manuel Feller! Damit feiert der Tiroler Feller im ersten Rennen nach den beiden Ausfällen bei den Olympischen Spielen in Peking wieder ein Erfolgserlebnis.
Dem 29-Jährigen fehlt eine halbe Sekunde auf den Sieger Kristoffersen. Stark: Doppel-Olympiasieger Johannes Strolz bestätigt seine blendende Form auch nach den Spielen, fährt am Samstag im Slalom von Garmisch-Partenkirchen auf den vierten Rang.
Kristoffersen profitiert auch vom Ausfall des Halbzeit-Führenden Tanguy Nef. Der Schweizer fuhr sensationell mit Startnummer zur Bestzeit.
Feller: "Mir ist es lieber, ich fahre das ganze Jahr um die Kugel mit als ich bin bei einem Rennen gut, auch wenn ich natürlich gerne Edelmetall mitgenommen hätte. Ich bin jetzt wieder einen Schritt näher an der Kugel dran, aber da mischen viele mit. Jetzt hat Henrik wieder nachgelegt. Aber ein dritter Platz ist nicht schlecht."
Strolz: "Ich nehme den 4. Platz gerne, ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung heute. Ich habe gewusst, dass ich viel riskieren muss. Ich habe Vinatzer gesehen und dann gewusst, ich muss auch attackieren. Ich bin von der Energie her schon ziemlich am Limit. Aber ich will nicht jammern. Ich hoffe, dass ich morgen noch einmal gutes Skifahren zeigen kann."
Im Slalom-Weltcup spitzt sich der Kampf um die kleine Kristallkugel zu. Am Sonntag steigt ein zweiter Slalom in Garmisch. Dann folgen noch Flachau und das Weltcupfinale. Mit Lucas Braathen fädelt der Führende am Samstag ebenso ein, wie der zweitplatzierte Sebastian Foss-Solevaag und Simon Rueland, im zweiten Lauf auch Clement Noel.
Damit schmilzt Braathens Vorsprung in der Disziplinenwertung auf Henrik Kristoffersen auf lediglich einen einzigen Punkt. Meillard hat zehn Punkte Rückstand. ÖSV-Star Feller ist als Vierter nur zwölf Zähler zurück und hat noch beste Chancen auf die Kugel.