Europacup-Watschn! So schlecht wie am Donnerstag in Rotterdam war Sturm Graz international noch nie. Bisheriger Tiefpunkt von Sturm: ein 1:6 gegen Real Madrid. Das 0:6 gegen den Vorjahresfinalisten der Conference League ist auch die vierthöchste Europacup-Niederlage von österreichischen Mannschaften. Den "Rekord" hält Tirol mit einem 1:9 bei Real.
Der Bundesligist schlittert am zweiten Spieltag der Europa League gegen Feyenoord Rotterdam mit ÖFB-Teamverteidiger Gernot Trauner in ein 0:6-Debakel. Sturm ist chancenlos, verteidigt vogelwild und verliert auch noch Shootingstar Emanuel Emegha im Angriff verletzungsbedingt.
Einen Totalausfall leistet sich auch Gruppengegner Lazio Rom im Parallelspiel. Der Serie-A-Topklub geht gegen Midjylland mit 1:5 unter, das Sturm zum Auftakt in Graz-Liebenau noch 1:0 schlug. Das heißt: Nach zwei Runden halten alle vier Teams bei drei Punkten.
Sturm-Keeper Jörg Siebenhandl: "Da ist relativ viel zusammengekommen. Naivität, wir haben es ihnen zu leicht gemacht, auch ich. Wir sind mehrmals ins offene Messer gelaufen. Wir haben ihnen die Räume gegeben. Es ist jetzt ein Charaktertest, wir haben das komplett verhaut."
Feyenoord Rotterdam - Sturm Graz 6:0 (4:0)
Tore: 1:0 (9.) Jahanbakhsh, 2:0 (31.) Hancko, 3:0 (34.) Danilo, 4:0 (41.) Jahanbakhsh, 5:0 (66.) Gimenez, 6:0 (78.) Idrissi
Die Liveticker und alle Daten zu Champions League, Europa League und Conference League: