Jetzt sind auch Kinderärzte gegen Schulschließung

Bildungsminister Heinz Faßmann in einem Klassenzimmer.
Bildungsminister Heinz Faßmann in einem Klassenzimmer.Helmut Graf
Eine komplette Schließung aller Schulen ist schon länger Thema. Kinderärzte, Eltern und Bildungsminister wehren sich weiter gegen eine Sperre.

"Bessere Präventionsmaßnahmen" anstelle "von Schulschließungen". Das forderten am Dienstag Österreichs Kinderärzte in einer Aussendung. Darin steht auch: "Diese Entscheidung sollte nicht durch unbewiesene Meinungen geleitet werden." Ein Seitenhieb auf jene vier Austro-Forscher, die es als "bewiesen" erachten, dass Schulen "Treiber der Infektion" seien ("Heute" berichtete). Zudem befürchten die Ärzte durch Schulschließungen weitreichende Auswirkungen auf das "soziale und psychische Wohlbefinden der Kinder".

Umstritten bleibt, ob ein Schul-Lockdown überhaupt Wirkung zeigen würde. Denn auch während einer Schließung können Kinder zur Betreuung weiter in die Schule gebracht werden. Im März nutzten das nur 5 Prozent der Eltern. Laut einer Auftragsstudie des Bildungsministeriums sollen es jetzt aber bis zu 20 Prozent werden. Derselben Studie zufolge sind auch zwei Drittel der Eltern gegen generelle Schulschließungen.

Parallel dazu hat nun auch eine Gruppe von Eltern eine Klage gegen die Schließung der Oberstufen eingereicht. Grund: Für die Kläger ist "absolut unverständlich", warum "die Oberstufe schließen musste, aber Moscheen und Kirchen weiter Gottesdienste feiern".

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