Schon die alten Griechen waren überzeugt: Auf dem Olymp residierte Göttervater Zeus. Jetzt könnte der sagenumwobene Berg selbst geadelt werden – als UNESCO-Welterbestätte.
In dieser Woche entscheidet das Welterbekomitee in Busan (Südkorea) über die Nominierung des höchsten Berges Griechenlands. Mit seinen 2.918 Metern, spektakulären Landschaften und seiner tiefen Verankerung in der griechischen Mythologie gilt der Olymp als einer der bekanntesten Berge der Welt.
"Der Olymp ist unser Leben", sagt Bürgermeister Evangelos Geroliolios. Für die Menschen vor Ort ist der Berg weit mehr als ein Ausflugsziel: Er vereint Geschichte, Natur und Mythen wie kaum ein anderer Ort.
Zusätzlichen Rückenwind könnte der aktuelle Kinostart von Christopher Nolans "The Odyssey" bringen. Auch darin thront Zeus auf dem Olymp und lenkt gemeinsam mit den anderen Göttern die Geschicke der Menschen.
Doch der Berg ist nicht nur ein Mythos. Antike Heiligtümer, eine jahrhundertealte Klosteranlage und eine außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt machen ihn auch aus historischer und ökologischer Sicht einzigartig. Deshalb soll der Olymp gleich doppelt geschützt werden – als Kultur- und Naturerbe.
Ganz sicher ist die Auszeichnung allerdings noch nicht. Experten könnten von Griechenland zunächst weitere Unterlagen verlangen. Zudem warnen Einheimische bereits vor den Folgen eines möglichen Besucheransturms. Denn mehr Touristen bedeuten zwar mehr Einnahmen, könnten dem empfindlichen Ökosystem aber auch schaden. Deshalb wird bereits über Eintrittsgebühren und eine Begrenzung der Besucherzahlen nachgedacht.