Nespresso-Konkurrenten sollen jetzt auch recyceln

Sie sind nicht nur Umweltschützern schon lange ein Dorn im Auge: Kaffeekapseln aus Aluminium. Jetzt will Nespresso, dass auch andere Hersteller sie recyceln.

Wie viel Mist bei der Verwendung von Kapsel-Kaffeemaschinen entsteht, ist mehr als bedenklich. Die Kapseln bestehen dabei zumeist aus nicht-wiederverwertbarem Aluminium. Umweltschützern, aber auch bewussten Konsumenten, sind sie daher ein Dorn im Auge.

Als einer der größten Anbieter will Nespresso sowohl selbst die Kapseln recyceln, aber auch andere Hersteller dazu animieren. Dazu besteht bereits ein weltweites Recyclingsystem des Schweizer Konzerns, man wolle es jedoch ausweiten.

Finanzielle Beteiligung

Eine Sprecherin der Firma gab bekannt, dass hierzu bereits Gespräche mit einigen Herstellern laufen. Die Konkurrenz soll sich finanziell beteiligen. Eine solche Beteiligung könne auch zu einer Mitbestimmung von Logistik und Infrastruktur des Modells führen.

In den lokalen Anlagen von Nespresso werden die Kapseln wiederverwertet. Dort wird Kaffee von Aluminium getrennt und das Metall schließlich zu einer Weiterverarbeitung vorbereitet.

Wie funktioniert's?

Kunden können ihre gebrauchten Kapseln an Sammelstellen und über die Post zurückgeben. Jedoch macht davon nur ein Viertel der Konsumenten Gebrauch - die Recyclingquote liegt also weltweit nur bei durchschnittlich 28 Prozent.

Künftig möchte man bei den Sammelstellen auch Kapseln anderer Hersteller, die sich am Programm beteiligen, entgegennehmen. Es gibt aktuell etwa 20 Marken, die Alukapseln vertreiben und oft mit dem Nespresso-System kompatibel sind.

Das Thema hat mittlerweile auch seinen Weg in die Politik gefunden: Die EU hat etwa ab 2021 gewisse Einwegprodukte aus Plastik verboten.

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(rfr)

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